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Erneute Teilnahme des KHGs an der Juniorwahl - wieder ein voller Erfolg

Angesichts der Landtagswahl am Sonntag, den 15. Mai, nahm unsere Schule zum zweiten Mal mit vielen anderen weiterführenden Schulen in NRW am Projekt der „Juniorwahl“ teil. Ziel des von der Regierung unterstützten Projekts ist es, durch eine Eins-zu-Eins-Simulation der echten Wahl den Schülerinnen und Schülern ein politisches Bewusstsein für die Demokratie zu vermitteln. Am KHG konnte deswegen jeder ab der 8. Klasse in der Woche vom 9. Mai bis 13. Mai zu bestimmten Zeiten wählen gehen.

 

Das erforderte natürlich eine Menge Aufwand - nicht nur das Erklären des Ablaufs der Wahl und das Vorstellen der antretenden KandidatInnen und Parteien in den Politik- bzw. Sozialwissenschaftskursen, sondern auch das genaue Planen der Durchführung mit den jeweiligen Gruppen sowie das Auszählen aller abgegeben Stimmen gehörten zu den Vorbereitungen. Ohne die SV, freiwillige WahlhelferInnen sowie Herr Renno und Herr Engel wäre dies nicht möglich gewesen. Ein großes Dankeschön dafür!

 

Zwar mussten dabei die Grundsätze einer allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahl (wie es im GG steht) beachtet werden, jedoch wurde die von uns als Wahlhelferteam erhoffte hohe Wahlbeteiligung der Schülerinnen und Schüler als Vorbild für die Erwachsenen mit 86,25% erreicht.

 

Die Ergebnisse zur Landtagswahl sind jederzeit unter (https://www.juniorwahl.de/nrw-2022.html)  einzusehen.

 

Julia Herbers, Wahlvorstandsvorsitzende (Q1)


Eigentlich wollte ich nicht schneller als 42min. laufen

Nach zwei Jahren Pause fand am 1. Mai 2022 wieder der traditionelle Mettmanner Bachlauf statt und auch das KHG war zahlreich vertreten. Besondere Leistung zeigte Emie Berger, EF, die mit einer herausragenden Zeit von 38:51 min über die bergige 10km Strecke den gesamt dritten Platz belegte und erste Frau wurde. Nur Andreas Sprott und ehemaliger Europameister Jan Fitschen schafften es vor ihr die Ziellinie.

 

Doch der Bachlauf ist weitaus nicht Emies einziger Erfolg. Im letzten Sommer gewann sie bei den deutschen Jugend Leichtathletikmeisterschaften U16 über die 3000 Meter Gold. Auch Emily Heyden, EF, nahm im Jahr 2021 an den deutschen Meistershaften teil und gewann Bronze auf 800m. Wie Emie es schafft, solche beeindruckenden Zeiten zu laufen, erfahren wir in diesem Interview. 

 

Jana: Erstmal herzlichen Glückwunsch zu dieser besonderen Leistung und einer wahnsinnig schnellen Zeit. Was war Dein Ziel für den diesjährigen Bachlauf und bist Du zufrieden mit Deinem Ergebnis?

Emie: Ich habe mich sehr gefreut, dass der Bachlauf nach zwei Jahren wieder stattfinden kann. Es ist für mich ein Heimatlauf, da ich schon von klein an jedes Jahr an dem Volkslauf teilgenommen habe. Meine Ansprüche an den Lauf waren nicht wirklich hoch, da ich am Tag davor (am Samstag den 30.04.2022) an den NRW- Langstreckenmeisterschaften teilgenommen habe und dort Bestzeit gelaufen bin. Deshalb habe ich mir nur vorgenommen Spaß zu haben, zumal es auch mein erstes Rennen über 10km war.

 

Jana: Wow, dann hast Du ja ein erfolgreiches Wettkampfwochenende hinter dir! Am Vortag bist du mit 10:01 min über 3000m nicht nur neue persönliche Bestzeit gelaufen, sondern warst damit auch mehr als eine Minute schneller als die Zweitplatzierte.  Woher nimmst du die Energie, am Folgetag noch so einen beeindruckenden Lauf hinzulegen?

Emie: Eigentlich wollte ich den Lauf locker angehen und nicht schneller als 42min laufen. Dass es dann fast 4min schneller wurde, hatte ich nicht geplant. Die Energie ziehe ich daraus, dass ich einfach das mache, was mir Spaß macht. Und das ist das Laufen. Zudem war es eine Ehre mit Andreas Sprott und Jan Fitschen, zwei sehr erfolgreiche Sportler, zu laufen. Außerdem war die Stimmung vor Ort und auf der Strecke so beeindruckend, dass man einfach schnell laufen wollte. 

 

Jana: Dann hast Du Dir aber definitiv eine Pause verdient. Oder wann steht der nächste Wettkampf an?

Emie: Am Mittwoch, den 4. Mai steht in Hilden eine Bahnlaufserie an. Ich werde über die 1500m starten, da ein Pacemaker, also ein schneller Läufer, mit dem ich versuchen werde mitzuhalten, angekündigt ist und ich die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaft über diese Distanz laufen möchte. Am 7.05.22 werde ich mit Paula Bürkle und Emily Heyden (EF) in Aachen die 3x 800m Staffel laufen. Dort werden wir auch probieren die DM Qualifikationszeit zu erreichen. Das Besondere an einer Staffel ist, dass man gemeinsam laufen kann und gemeinsam gewinnt oder verliert. Da ist man auf sich allein gestellt, sondern macht es in einem Team. 

 

Jana: Du läufst also verschiedene Rennen. Hast du eine Lieblingsdistanz? 

Emie: Mir machen alle Distanzen Spaß. Vor allem aber die Mittel und Langstrecken, da der Lauf dann nicht so schnell vorbei ist. Ich mag es sehr gerne zu taktieren, somit sind die Distanzen ab 800m meine Präferenzen. 

 

Jana: Woher nimmst Du Deine Motivation? Macht Dir das Training immer Spaß oder musst du dich überwinden? 

Emie: Natürlich macht mir das Training nicht immer Spaß, vor allem wenn Einheiten ansteht, die echt anstrengend ist und ans Limit geht, aber was muss das muss :). Ich erinnere mich dann gerne, was ich alles noch sportlich erreichen möchte und an das Gefühl, es geschafft zu haben. Außerdem leistet mir Emily sowie die gesamte Trainingsgruppe Gesellschaft. 

 

Jana: Was sind deine Ziele für diese Saison oder auch langfristig?

Emie: Langfristig möchte ich weiterhin Teil des Kaders des LVN (Leichtathletik-Verband Nordrhein) sowie des Kaders des DLV (Deutscher Leichtathletik-Verband) bleiben und meine Zeiten verbessern. Für diese Saison sind das Ziel entweder die Jugend-Europameisterschaften in Jerusalem oder EYOF (European Youth Olympics Festival) in Branka Bystrica, Slowakei. Und natürlich möchte ich wieder bei dem Deutschen Meisterschaft an den Start gehen. 

 

Jana: Was ist der Schlüssel zum Erfolg beim Laufen? Und hast du einen abschließenden Geheimtipp für alle, die im nächsten Jahr beim Bachlauf für das KHG an den Start gehen und abräumen wollen?

Emie: Glaubt an Euch, gebt alles und habt Spaß! Das Ergebnis ist dann nebensächlich. 

Danke für deine Zeit, nochmal herrlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg beim Bachlauf und alles Gute für alle kommenden Rennen!

Jana Reiter , EF (06.05.2022)


Viel Erfolg bei den Abiturprüfungen wünscht die Q1 der Q2!

Wir hoffen, dass unsere Verpflegung und Dekorierung euch hilft, mit besonders guten Noten eure Schullaufbahnen zu beenden. Nach 12 Jahre habt ihr es jetzt fast komplett geschafft und die gesamte Q1 drückt euch ganz fest die Daumen, dass ihr nicht nur die schriftlichen, sondern auch die mündlichen Prüfungen schafft. 

 

Viel Glück und Erfolg in den kommenden Tagen!

 

Maya Feuser, Schülerin der Q1 (28.04.22)


Projekt Kinder in Not- Kinder haben Rechte laut UN- Konventionen!

Ein krönender Abschluss mit dem Dokumentarfilm Malala - Ihr Recht auf Bildung

 

Das Licht wird gedimmt, die Leinwand zunächst noch schwarz, die Stimmen ersterben, nur noch Popcorngeraschel, das Wort „Malala“ zeichnet sich langsam auf der Projektionswand ab. So begann das Kinoerlebnis, das die 5. Klassen an einem Mittwochmorgen im Weltspiegel Kino in Mettmann erlebten. 

 

Anlass für einen Filmbesuch anstelle des normalen Unterrichts war das Projekt „Kinder in Not“. Über mehrere Wochen im Dezember beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Situation von Kindern in der Welt, erfuhren vieles über Armut, Bildung und Kinderarbeit und packten kurz vor Weihnachten Päckchen für die Aktion „Kinder für Kinder“. 

 

Auch Kinderrechte waren hierbei Thema:  Im Politikerunterricht erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die UN-Kinderrechte und lernten einer ihrer größten Verfechterinnen kennen: Malala Yousafzai, pakistanische Kinderrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin, die spätestens durch ihre Rede vor den Vereinten Nationen mit dem Satz: „Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern“ weltberühmt wurde. 

 

Viele Schülerinnen und Schüler wurden auch selbst aktiv, um die junge Friedensnobelpreisträgerin und ihre Bemühungen für einen gleichberechtigten Zugang zur Schulbildung für Mädchen auf der ganzen Welt zu unterstützen. So verkauften sie im März in den großen Pausen über einen Zeitraum von zwei Wochen selbstgebackenen Kuchen in der Schulcafeteria. Dabei wendeten unsere engagierten Verkäuferinnen und Verkäufer erfolgreich ihr Wissen aus dem Politikunterricht über Angebot und Nachfrage an. Als sie bemerkten, dass die Nachfrage nach ihrem Kuchen zu wünschen übrigließ, schlossen sie richtig, dass dies an dem höheren Preis im Vergleich zu den anderen angebotenen Backwaren in der Cafeteria lag, und senkten ihn prompt auf einen Euro, um wettbewerbsfähig zu sein. Ihr Unternehmergeist zahlte sich aus: So erwirtschafteten sie eine stolze Spendensumme von über 300 Euro. Auch nahmen viele Eltern das Angebot wahr, über den Eintrittspreis die gemeinsame Fundraising-Aktion durch eine Spende zu unterstützen. So kamen insgesamt über 364 Euro zusammen. 

 

Der Dokumentarfilm „Malala – Ihr Recht auf Bildung“, den die Schülerinnen und Schüler schließlich als krönenden Abschluss des Projektes schauten, erzählt von Malalas Leben, ihrem Kampf für Kinder- und Frauenrechte und dem nahezu tödlichen Anschlag, den die Taliban auf ihr Leben verübten. Mit viel Einfühlungsvermögen zeigt der Film ein Porträt von Malala, ihrer Situation und ihrem Versuch, einen Spagat zwischen weltbekannter Hoffnungsfigur und normaler Heranwachsender zu schaffen. Zudem vermittelt der Film die Hintergründe der Taliban und der Umstände im Swat-Tal im Norden Pakistans.

 

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt und betroffen: „Der Film war sehr interessant“, meinte Natali aus der 5b im Anschluss, „aber auch ein bisschen erschreckend.“ Greta fügte hinzu: „Man sieht, dass es uns eigentlich ziemlich gut geht.“ Auf die Frage, wie sie Malala sehen, antwortete Kuban: „Schon ein bisschen wie ein Vorbild, da sie sich für das einsetzt, was sie für richtig hält, auch wenn sie damit viel riskiert.“ Somit vermochte der Film das „Kinder in Not- Kinder haben Rechte!“-Projekt ebenso abzuschließen wie zu vertiefen.

Julian Renno (27.04.2022)


Unsere Fahrt nach Walberberg

Wir, die Klasse 7a, haben uns am 23. März 2022 im Rahmen unserer „Starke Persönlichkeit“-Fahrt in die Jugendakademie Walberberg in der Nähe von Brühl aufgemacht. Bereits die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit allen zusammen war für uns ein Erlebnis. Vor Ort aus der Straßenbahn ausgestiegen wartete noch ein ca. 30-minütiger Fußweg zur Jugendherberge hinauf auf uns. Welch‘ ein Glück, dass wir fast alle nur „Handgepäck“ dabeihatten, die Sonne schien und es frühlinghaft warm war!

 

An der Akademie angekommen nahmen uns unsere Teamer direkt freundlich in Empfang und zeigten uns die komplette Anlage einschließlich unserer Zimmer. Frühstück gab es täglich um 08:15 Uhr und anschließend begannen unsere Seminare, die sich jeweils dreistündig mit Unterbrechung über den ganzen Tag verteilten. In den Seminaren haben wir viele Kooperationsspiele gemacht. In einer „Komplimenten“-Runde sollten wir – im Stuhlkreis sitzend – unserem Nachbarn jeweils rechts von uns ein Kompliment machen. Da man dies ja nicht so gewohnt ist war es eine schöne Aufgabe für uns. Am dritten und letzten Tag haben wir Briefe an uns selbst verfasst, die wir am 25. März 2023 zurückerhalten und öffnen dürfen. Wir sind gespannt, wie wir in einem Jahr auf unsere Worte blicken werden!

 

Beim Essen war für jeden etwas dabei, da die Jugendherberge auf alle Unverträglichkeiten, auf Vegetarier und vieles mehr Rücksicht genommen hat. Die längeren Pausen haben wir gemeinsam mit unserer Klasse gestaltet. Sehr gut gefallen hat uns auch, dass wir am ersten Abend Stockbrot am Lagefeuer gemacht haben. Am zweiten Abend haben wir Fleischhaltiges und Vegetarisches gegrillt, erneut am Lagerfeuer zusammengesessen und in unserem Seminarraum Karaoke gesungen. Am 25. März 2022 war es dann nach einer Feedback-Runde an der Zeit, uns auf den Heimweg zu machen.

 

Wir hatten sehr viel Spaß und wünschen den Klassen 7b und 7c auch tolle Fahrten!

 

Flora Begisholli & Nejla Rogoj-Rappold, 7a (06.04.2022)


Die 9. Klassen machen Weimar unsicher...

Gemeinsam mit fünf Lehrerinnen und Lehrern begaben wir - die gesamte Jahrgangsstufe 9 - uns auf die wohl beliebteste und eindrucksvollste Klassenfahrt der Mittelstufe. 

 

Am Dienstagmorgen, dem 29. März 2022 brachen wir in zwei Bussen Richtung Weimar auf. Auf halber Strecke machten wir einen Zwischenstopp bei der Wartburg, auf der sich 1521/22 Martin Luther versteckte und besichtigten diese auch von innen. Neben den vielen historisch interessanten Räumen hatte man von dort oben eine fantastische Aussicht auf die Stadt Eisenach. Dann setzten wir die Reise fort und erreichten am späten Nachmittag unser Ziel, die Jugendherberge „Germania“ in Weimar. Da die Innenstadt fußläufig zu erreichen war, hatten wir nach dem Abendessen Zeit, auf eigene Faust auf Entdeckungsreise zu gehen und einen ersten Eindruck dieser bedeutenden Kulturstadt zu bekommen. 

 

Am nächsten Tag gingen wir trotz suboptimalen Wetterbedingungen in Kleingruppen durch die Stadt. Dort lernten wir viel über das klassische Weimar, seine reiche Kultur und Vergangenheit mittels vorbereiteter Kurzreferate und unterschiedlicher Rallyes. Außerdem besuchten wir das Goethe-Schiller-Archiv, die Wohnhäuser von Goethe und Schiller sowie den wunderschönen Rokokosaal in der Anna Amalia Bibliothek. Auf diese Weise erhielten wir einen informativen Überblick zu Weimars wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Und zur Vorbereitung auf den darauffolgenden Tag schauten wir uns am Abend den äußerst berührenden „Anne Frank“ Film im Kino an.  

 

Den 31.03.2022 verbrachten wir in der Gedenkstädte des Konzentrationslagers Buchenwald. An diesem Ort befassten wir uns mit der wohl dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte und erschütternden Einzelschicksalen, was den Besuch zu dem prägendsten und emotionalsten Erlebnis dieser Fahrt machte. Ein zentrales Element der Gedenkstädte war die Gedenktafel, die an die Opfer aus zahlreichen Ländern erinnert. Auch das Museum, das diese unsagbar schrecklichen Jahre von 1937-1945 mit vielen Fundstücken, Bildern und Geschichten dokumentiert, war sehr ergreifend und für uns alle eine sehr wichtige Erfahrung.

 

Nach dem bewegenden Aufenthalt in Buchenwald tat es uns allen gut, den letzten gemeinsamen Abend mit einer Runde Bowling in fröhlicher Stimmung ausklingen zu lassen.  Am letzten Tag fuhren wir dann also müde, nachdenklich, aber vor allem zufrieden nach Hause und kamen nachmittags wieder wohlbehalten in Mettmann an.  

 

Wir alle haben auf dieser Fahrt sehr viel gelernt und zusätzlich gemeinsam viel Spaß gehabt.  

 

Adèle, Franca, Noah, 9c (06.04.2022)


Leben und Leiden der Rosa Schillings

Am Donnerstag, den 31. März 2022, bekam das KHG Besuch von Gabriele Lübke, der Enkelin Rosa Schillings, welche am 2. Mai 1941 durch die Todesmaschinerie der Nationalsozialisten zu Tode kam.

 

„Ich bin ohne Sinnen gestorben“, so lautet der Titel des Buches, das Gabriele Lübke nach intensiver Recherche mit ihrem Vater 2021 veröffentlichte und mit welchem sich einige Schüler am KHG im Geschichtsunterricht auseinandergesetzt haben. 

 

Das Interesse der Schüler an der Lesung von Gabriele Lübke war groß. Nicht nur die Oberstufe, auch eine achte Klasse und der Kooperationsleistungskurs aus KHG und HHG waren anwesend und wohnten dieser eindrucksvollen Lesung bei.

 

Rosa Schillings geriet durch ein schweres Schicksal in die Maschinerie der Nationalsozialisten. Das Leben von Menschen mit Behinderung und psychisch Erkrankten wurde unter dem Begriff der „Rassenhygiene“ als nicht lebenswert betitelt und mittels Propaganda wurde eine „Kosten-Nutzenrechnung“ verbreitet, welche darlegen sollte, dass Heilung und Betreuung dieser Menschen zu teuer für den Staat seien. Die Ermordung dieser Menschen, unter dem Programnamen T4, wurde versucht zu verheimlichen und Angehörigen wurden andere Todesursachen vermittelt. 300.000 Menschen wurden Opfer der Euthanasie, 70.000 von ihnen erlitten den Gastod, darunter Rosa Schillings.

 

Gabriele Lübkes Großmutter Rosa erlitt ein traumatisches Schicksal, erst starb ihr Mann und dann ihre Tochter. Diese Ereignisse verursachten eine tiefe Traurigkeit und Depression bei der nun alleinerziehenden Mutter, die 1932 erstmals in eine Heilanstalt kam. Immer wieder kam sie in Krankenhäuser oder Pflegeinrichtungen, bis sie 1936 ihre vorletzte Station erreichte, die Pflegeanstalt Galkhausen. Ärzte diagnostizierten eine paranoide Schizophrenie bei ihr, trotz der Zwangsarbeit und mangelnden Ernährung vor Ort versuchte Rosa alles, um für ihren Sohn Gregor zu sorgen, welcher derweil in der Obhut ihres Bruders stand. Sie ließ sich nicht entmutigen und äußerte sich lautstark gegen die Regierung der Nationalsozialisten unter Führung Adolf Hitlers. Letztendlich entschied 1940 ein geführter Meldebogen über ihr Schicksal, welcher sie als arbeitsunfähig erklärte. Man brachte sie am 2. Mai 1941 mit vielen anderen Menschen in die Anstalt Hadamar, wo sie einen qualvollen Tod starb. Anschließend behauptete man in einem Schreiben, dass Rosa an Leukämie verstorben sei. Erst durch Recherche konnten Gabriele Lübke und ihr Vater das Schicksal von Rosa aufarbeiten. „Mein Vater hat nicht geschwiegen, aber viele wollten die Taten der Nationalsozialisten vergessen und so wurden viele Schicksale mit ins Grab genommen“, erzählte uns Gabriele Lübke. Die Geschichte ihrer Großmutter sei eine vieler Tragödien und zeige mehr denn je, dass sich die Geschichte niemals wiederholen darf.

 

Die Schüler stellten der Autorin noch einige Fragen zu ihrem Werk und der Geschichte ihrer Großmutter, insbesondere die Schüler, die das Werk mit Frau Dr. Möllney im Geschichtsunterricht gelesen haben, halten es für sehr wichtig, sich auch zukünftig mit dem Schicksal der Rosa Schillings auseinanderzusetzen.

 

Das Konrad-Heresbach Gymnasium dankt Gabriele Lübke für ihren Besuch und für die Arbeit, das verhängnisvolle Drama ihrer Großmutter festzuhalten und öffentlich für die Menschen zugänglich zu machen, um stets daran zu erinnern: Die Geschichte darf sich niemals wiederholen!

 

Nina Bohlken, Q2 (05.04.2022)  


Theateraufführung „BE-LONGING“

Aufgrund des Engagements der Schülervertretung im Rahmen der Auszeichnung der Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhielt die EF am Montag, dem 28.03.22, die Gelegenheit an einem interkulturellen Austausch – erzählt durch persönliche Erlebnisse und Tanz – teilzunehmen. Das Theaterstück „BE-LONGING“ wurde von den Schauspielenden Gifty Wiafe und Emmanuel Edoror aufgeführt und behandelte auf eindrucksvolle Weise gesellschaftliche Themen, wie medial geprägte Stereotypen, Kolonialismus oder interkulturelle Partnerschaft auf Augenhöhe.

 

Dabei lag der Fokus auf der Verallgemeinerung afrikanischer Kulturen und den Vorurteilen gegenüber diesen. Auf diese Weise wurden die Schüler*innen gegenüber dieser Form der Verallgemeinerung sensibilisiert und erhielten zugleich einen Einblick in Facetten des Alltagsrassismus. Die Schauspielenden überzeugten die Schüler*innen zudem mit beeindruckenden Choreografien, die die Lebensfreunde der dargestellten nigerianischen und ghanaischen Kultur widerspiegelten. Zusätzlich wurden die Schüler*innen von den humorvollen Einlagen des Stückes überzeugt, welche von atmosphärischer musikalischer Untermalung unterstützt wurden.

 

Nach Beendigung des Stückes erhielten die Schüler*innen zudem die Möglichkeit Fragen an die Schauspielenden zu stellen. Dabei wurden die Hintergründe des Theaterstückes genauso wie die persönlichen Erfahrungen mit dem dargestellten Thema aufgegriffen. Infolge dieser überzeugenden und ansprechend inszenierten Vorstellung ist davon auszugehen, dass sich die Wahrnehmung der Schüler*innen des afrikanischen Kontinents geweitet hat und ein breiteres Bewusstsein für die verschiedenen Kulturen geschaffen wurde. Auf diese Weise verkörpert die Schule ihre Grundwerte Respekt, Persönlichkeit und Erfolg sowie soziale Verantwortung nach außen.

 

Ann Christine van Laar und Janick Krause, Q1 & SV (03.04.2022)


Projekttag „Auf Sendung“: KHG-Achtklässler besuchen WDR-Medienwerkstatt

Wie entsteht eine Radiosendung? Wer ist vor und hinter der Kamera beschäftigt, um ein Fernsehmagazin zu produzieren? Im "Studio Zwei", der Medienwerkstatt des Westdeutschen Rundfunks in Köln, konnten dies die Achtklässler unserer Schule erleben und eine eigene Sendung produzieren, gruppenweise für das Fernsehen oder das Radio.

Die Fachschaft Deutsch freut sich, den Jugendlichen dieses besondere Medienprojekt im Rahmen des Unterrichts anbieten zu können. Die Mitarbeiter des WDRs ermöglichten es unseren Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Projektes, als Kamerafrau, Texter, Tontechnikerin, Wetterfrosch, Aufnahmeleitung, Moderator oder Reporter eigenständig und interessengeleitet ein eigenes Medienformat bis zur Aufnahmereife zu entwickeln und zu produzieren. 

 

Nach einer intensiven, dreieinhalbstündigen Arbeitsphase waren alle Töne und Bilder im Kasten. Nicht ohne Stolz und bester Stimmung genossen es die Schülerinnen, Schüler und ihre Deutschlehrer, den eigenen WDR-Sendungen zu lauschen bzw. sie anzuschauen.

 

Alexander Engel, Stefan Castelli & Christine Nagel (31.03.2022)


Bundesverdienstkreuz für OPAM-Vorsitzenden Werner Mays

Bild: Joachim Rieger
Bild: Joachim Rieger

Der Landrat Stephan Santelmann überreichte dem OPAM-Vorsitzenden Werner Mays das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer Feierstunde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Herrn Mays das Bundesverdienstkreuz für sein weltweites Sozialengagement verliehen. 

 

Werner Mays ist bereits Jahrzehnte ehrenamtlich Vorstand von OPAM (externer Link), einem weltweit tätigen Hilfswerk zur Förderung der Alphabetisierung. Dabei handelt es sich um Projekte, die über einen längeren Zeitraum zuverlässige Hilfe benötigen. Herr Mays koordiniert u.a. die Projekte, hält Vorträge an unterschiedlichen Institutionen, organisiert Spendenaktionen und sorgt dafür, dass alle Mittel auch an Ort und Stelle ankommen und zweckmäßig verwendet werden. Dafür reist er auch auf eigene Kosten in Länder, in denen Hilfsprojekte von OPAM gefördert werden.

 

Seit 2013/2014 besteht zwischen dem KHG und Herrn Mays ein intensiver Kontakt und regelmäßiger Austausch. Die Kooperation mit OPAM ist ein fester Bestandteil unserer Schulkultur.

 

Als Startpunkt dieser Kooperation kann der bis heute denkwürdige und von Herrn Mays organisierte Besuch des buddhistischen Mönchs Ven. Metteyya Sakyaputta, Leiter des Girls College in Lumbini, Nepal, am KHG gesehen werden. Der Besuch des Colleges hilft jungen Mädchen durch Bildung zu mehr Unabhängigkeit.

 

Seither findet Herr Mays, ein ehemaliger Schüler des KHGs, trotz seiner vielfältigen und arbeitsintensiven Aufgaben als Vorsitzender von OPAM immer wieder Zeit, für Schülerinnen und Schüler am KHG in Vorträgen über seine Erfahrungen und Eindrücke von Land und Leuten in unterschiedlichen Regionen der Welt zu berichten. 

 

Jedes Jahr repräsentiert Herr Mays, auch mit Unterstützung seiner Familie, OPAM mit einem Stand am Adventsbasar. An diesem Stand berichtet Herr Mays u.a. über aktuelle Hilfsprojekte und die Besucher können Handarbeiten aus unterschiedlichen Regionen der Welt erwerben. Selbst an seinem Geburtstag ließ es sich Werner Mays nicht nehmen, OPAM mit einem Stand am Adventsbasar zu vertreten.

 

Im Rahmen der Kooperation konnte das KHG in den letzten Jahren erfolgreich Projekte von OPAM fördern. Beispielsweise wurde die Anschaffung von Fahrrädern und eines Schulbusses für die Mädchen und jungen Frauen des Girls College in Nepal vom KHG unterstützt. Diese Transportmöglichkeiten sicherten den Mädchen die Erlaubnis der Eltern, die Schule besuchen zu dürfen. Auch der Umbau der Küche des Colleges in eine Lehrküche und die Anschaffung eines Kühlschranks wurde durch das KHG gefördert. Ebenso konnte die Ausbildung zur Hebamme für eine junge Vollwaise aus Uganda durch Spenden ermöglicht werden. Zuletzt unterstützte das KHG die Schulausbildung von Covid-Waisenkindern in Guntur, eine der ärmsten Regionen Indiens. 

 

Das KHG gratuliert Herrn Mays ganz herzlich zu dieser hohen Auszeichnung. Wir freuen uns auf die nächste Begegnung mit ihm und darüber, was er Neues zu berichten hat. Wir wünschen Herrn Mays für seine unermüdliche und engagierte Arbeit weiterhin alles Gute!

 

Stefanie Werner, ELSA (29.03.2022)


Sieger der Herzen

Mit 18 Jungs der Jahrgänge 2008 und 2009 und einem dreiköpfigen Stab, bestehend aus Nils Schilling und Simon Natrop der Jgst. Q1 als Coaches und der verantwortungtragenden Lehrkraft ;-), ist das KHG vergangene Woche in Langenfeld „Am Schlangenberg“ in der Vorrunde zu den Fußball-Kreismeisterschaften angetreten. Mit in der Gruppe waren vier Schulen aus Hilden, Langenfeld, Haan und Hochdahl.

 

Nach einem souveränen Auftaktsieg gegen die Gesamtschule Haan (3:0) wurde der Charakter der Mannschaft nach einem frühen 0:1-Rückstand stark auf den Prüfstand gestellt. Mit einem Top-Trainerteam, einem disziplinierten Stellungsspiel, großer Laufbereitschaft und Stärke in den Zweikämpfen drehte das technisch überlege KHG-Team das Spiel und gewann schlussendlich mit 3:2 gegen die Wilhelmine-Fliedner-Schule aus Hilden.

 

Auch die zunächst stark wirkende Bettine-von-Arnim-Gesamtschule Langenfeld konnte ihren Heimvorteil gegen die starke KHG-Mannschaft nicht nutzen und musste unserem Team mit 0:2 den Platz räumen.

 

Der Endgegner hieß dann Gymnasium Hochdahl. Beide Mannschaften gingen mit drei Siegen ins „kleine Finale“ dieser Vorrunde. Nur eine Mannschaft qualifiziert sich für die weitere Runde in 1,5 Wochen. Ein Unentschieden hätte nicht gereicht, weil die Favoriten aus Hochdahl die Fliedner-Schule vorher mit einem 6:0-Sieg deklassiert hatten. Mit bereits 60 Fußballminuten und nicht den wohlwollendsten Schiedsrichterentscheidungen in den Beinen hieß es nun also nochmal: Volle Konzentration und Alles geben! Ein gehaltener Elfmeter unsererseits und ein technischer Wunderschuss aus 1m Entfernung auf das leere Tor über die Latte lassen den Endstand von 0:1 gegen ein sehr starkes Gymnasium Hochdahl alles in allem als fair aussehen. Und somit stieg das KHG-Team erhobenen Hauptes wieder in den Bus und sammelt seine Kräfte bis zum nächsten Jahr.

 

Björn Hildebrandt (28.03.2022)


Neues (aus) Wachstum

Der März beschert nicht nur den professionellen Landwirten viel Arbeit, auch in unserer landwirtschaftlichen Gartenschule nimmt der Frühling jetzt richtig Fahrt auf.

Pflanzkästen bauen, Obstbäume pflanzen, Mai-Rübchen vorziehen, heimische Singvögel kennenlernen, die Aussaat planen, den Schulacker vorbereiten – eigentlich reicht die Zeit im Fach Wachstum gar nicht aus für das, was aktuell alles gerade anstünde. Aber wir gehen einfach einen Schritt nach dem anderen …

 

Ausmessen, Sägen, Bohren, Schrauben sind aktuelle Schulaktivitäten der Achtklässler. Während sich der Boden über den (spärlichen) Frost des Winters etwas erholen konnte, haben wir mit dem Bau unserer Pflanzkastenaufsätze begonnen. Alte Fliesen-Transportkisten werden zu kleinen Hochbeet-Gewächshäusern, die von einzelnen Gruppen bewirtschaftet werden können.

 

Nebenbei wurden wir durch den Hobby-Ornithologen und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Grüne Kiste, Nikolas Pohl, in die Vielfalt der heimischen Vogelarten, deren Nist-, Brut- und Ernährungsvorlieben und Gesangskünste eingeweiht. Welche wichtigen Funktionen nehmen Vögel im landwirtschaftlichen Gefüge wahr? Was bedeutet der jahrzehntelange Rückgang von Hecken und Sträuchern als Feldsaum? Wie entwickeln sich die Vogel-Populationen in Deutschland aktuell? Warum bricht die Population z.B. der Feldlerchen rapide ein, wo der Maisanbau in Deutschland stark gestiegen ist und Feldlerchen Maisfelder bevorzugt als Nistplätze nutzen? Solche und ähnliche Fragen rund um das Thema beschäftigten uns, während wir im Außenbereich wetterbedingt leider nicht so viele Live-Beiträge hörten. Eine wertvolle Horizonterweiterung war dieser Exkurs aber allemal!

 

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Obstbaum pflanzen“, soll Martin Luther gesagt haben. Getreu dieses Mottos hatte Herr Castelli vier Apfelbäume alter, heimischer Sorten, wie z.B. Gravensteiner oder Winterrambur, besorgt, die wir an der Flanke unseres Schulackers vergangene Woche gesetzt haben. Essen werden die jetzigen Achtklässlerinnen und Achtklässler von diesen Bäumen nicht mehr, aber das gehört eben dazu. Heute etwas für die Generation von morgen tun! Und nebenbei: Endlich mal aus erhöhter Lage mit einem dicken Holzhammer in Richtung der Lehrer zielen, da kommt garantiert Freude auf!

 

Parallel dazu erhielten wir von unserem Agraringenieur und Geschäftsführer der Stiftung Grüne Kiste, Birk Meiser, Informationen über die tagesaktuellen Herausforderungen als selbstständiger Agrarunternehmer und konnten dann im Wettstreit „Mensch vs. Maschine“ unsere Muskelkraft für wertvolle Kulturmaßnahmen einsetzen. Leider hatten wir mit dem Spaten in der Hand keine Chance gegen die Pflugscharen der modernen Zugmaschine. Bei aller Sehnsucht nach Ursprünglichkeit, hier gedeiht doch auch immer wieder echte Wertschätzung gegenüber technischen Fortschritten und Maschinisierungsprozessen. 

 

Bei der Gelegenheit wurde die unserer Schule durch die Stiftung Grüne Kiste bereitgestellte Agrarfläche fast verdoppelt, sodass neben den leckeren Kartoffeln (neue Anbaufläche) im Herbst noch einige andere Feldfrüchte aus dem schuleigenen Anbau zur Verfügung stehen dürften.

 

Wir sind gespannt, was die Ernte bringen wird …

Björn Hildebrandt (17.03.2022)


Dritter Platz beim Planspiel Börse der Kreissparkasse Düsseldorf

Im Depotgesamtwert belegte das Team um Ann Christine van Laar und Julia Herbers (siehe Bild v.l.n.r. mit Preisverleiherin Christina Biedebach von der Kreissparkasse Düsseldorf) den dritten Platz bei dem vor kurzem beendeten Planspiel Börse der Kreissparkasse Düsseldorf.

 

Das Planspiel ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb, bei dem sich viele verschiedene Teams von Schulen beteiligen können. Hierbei bekommt jedes Team ein virtuelles Depot mit einem Startkapital von 50.000€ zur Verfügung gestellt. Durch geschicktes Handeln mit Aktien anhand realer Aktienkurse versucht jedes Team innerhalb von ein paar Monaten seinen fiktiven Depotwert bestmöglich zu steigern.

 

Zu Beginn war das Team dabei gut im Kurs und erreichte zeitweise sogar bis zu 11% Steigerung. Dass politische Krisen jedoch für Abstürze in den Aktienkursen sorgen, musste das Team feststellen, nachdem der Depotgesamtwert rapide um mehrere tausend Euro sank. Grund dafür war der sich fortan entwickelnde Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, wobei sich die Situation auf die Weltwirtschaft mit einem einem negativen Wachstum auswirkte. Dennoch erholten sich Tech-Aktien wie Apple, Alphabet oder Meta, in die das Team geschickt von Beginn an investiert hat, sodass der 3. Platz am Ende knapp möglich wurde.

 

Das Team Jukran wird auch weiterhin die Aktienmärkte im Blick behalten und fiebert einer erneuten Teilnahme im September entgegen.

 

Ann Christin van Laar und Julia Herbers, Q1 (08.03.2022)


Wirtschafts-AG 2022 – Ein praktischer Einblick anhand von LEGO-Bausteinen

In diesem Jahr konnte die Wirtschafts-AG wieder in Präsenz stattfinden, nachdem diese im letzten Schuljahr coronabedingt ausfallen musste. Organisiert durch den Lehrer Herrn Engel nehmen 25 interessierte Schüler/-innen der Q1 an der wöchentlichen AG teil. Nach dem Auftakt, der noch online abgehalten werden musste, folgte am 21.02.2022, dem zweiten Tag der AG, eins der Highlights. Der Name dieses Workshops lautete: „Wie mit Lean Managment Prozesse effizient werden.“ Er wurde präsentiert von Dr. Michael Merget, dem COO der DOEHLER GmbH Darmstadt, der schon zum zweiten Mal diesen Workshop leitet. Wir lernten wie man Lean Production, also möglichst effizientes und einfaches Denken im Sinne der Produktion, aber auch im Alltag theoretisch und praktisch umsetzen kann. Methoden, wie die PDCA (Plan, do, check, action), die 5S-Method (sort, set in order, shine, standarize, sustain) oder die sieben Arten der Verschwendung wurden in der Interaktion zwischen uns Schüler/-innen und Herrn Merget herausgearbeitet. Dies war die Vorbereitung auf den praktischen Teil, in dem wir in vier Teams aufgeteilt wurden. Innerhalb der Teams hatte jedes Mitglied eine feste Arbeiter- oder Managementrolle und durfte sich nur in seinem Aufgabenbereich bewegen. Wir lernten durch die Montage eines Legofahrzeuges innerhalb des eingeschränkten Zeitraumes von 15 Minuten, wie Managment-/Produktionsprozesse zu optimieren sind, in dem wir im Verlauf Taktiken einsetzten, die wir uns zuvor angeeignet hatten.

 

Mir persönlich hat dieser Workshop besonders gut gefallen. Gerade die Verbindung aus interaktiver Theorie und späterer praktischen Umsetzung machte es spannend und informativ zugleich. Man hat wirklich erleben können, wie stressig die Organisation von Produktionsschritten ist und dass man dies doch oftmals unterschätzt. Ich habe aber auch für meinen Alltag mitnehmen können, wie entscheidend gute Organisation und vermeidbare Verschwendung in jeglicher Hinsicht ist.

Kristina Koroman, Q1 (03.03.2022)


Rechtskunde AG 2022

Am 24. Januar begann für uns die Rechtskunde AG mit Frau Dr. Menzel. Frau Dr. Menzel ist Richterin im Amtsgericht Mettmann und hat uns im Laufe der vier Tage alles Wissenswerte über Rechtskunde erzählt, von den Grundlagen, über die Rechtsordnung im deutschen Staat bis hin zum genauen Vorgang eines Gerichtsverfahrens. Am vorletzten Tag haben wir außerdem ein eigenes Gerichtsverfahren durchgeführt, was als perfekte Vorbereitung für unseren Besuch im Amtsgericht am letzten Tag diente. Die Rechtskunde AG ist für alle Schüler, die sich für diesen Bereich interessieren, sehr empfehlenswert. Doch auch für jemanden, der noch nicht so viel Ahnung von dem Thema hat, ist die AG eine super Gelegenheit, ein paar gute Eindrücke davon zu bekommen.

 

Joshua van Kampen, Schüler der Q1 (23.02.2022)


„Was ist der Kleber zwischen den Atomen?“ - Professor Auer hält Fachvortrag am KHG

Am Dienstag, den 08.02.22 erhielten die Physik Leistungskurse sowie die Chemie Grundkurse des Konrad-Heresbach-Gymnasiums die Möglichkeit, an einem spannenden Vortrag von Prof. Dr. Alexander Auer teilzunehmen. Dieser ist als Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mühlheim (Prof. Dr. Alexander A. Auer | Max-Planck-Institut für Kohlenforschung (mpg.de) tätig und erläuterte innerhalb von 90 Minuten die Fragestellung „Was ist der Kleber zwischen den Atomen?“. Dabei führte er die Schüler mit einem Rückblick in die Historie der Molekularforschung und Teilchenphysik an die Thematik heran, wobei er sich auf wissenschaftliche Ikonen von Rutherford bis Einstein bezog. Aufgrund der Tatsache, dass diese bereits im Unterricht behandelt und erläutert wurden, gelang es Auer den Schülern ein Verständnis für die Weiterentwicklung dieser Fachgebiete innerhalb des letzten Jahrhunderts zu vermitteln. Zusätzlich dazu überzeugte der Professor mit modernen dreidimensionalen Modellen, die mithilfe von 3D-Brillen den Aufbau von Molekülen im Raum darstellten. Insbesondere seine Äußerungen bezüglich der Verteilung der Elektronen in der Atomhülle unter Verwendung von Prinzipien der Quantenmechanik, wurden aufgrund dieser visuellen Unterstützung verständlicher. Nichtsdestotrotz wurde auch deutlich, wie abstrakt die Teilchenphysik sein kann, was unter anderem die Gleichsetzung von Wellen und Teilchen sowie die Einführung der Unschärferelation bewies. Demzufolge ließe sich die Lage von Elektronen nur mit Wahrscheinlichkeiten angeben, die daraufhin in Diagrammen visualisiert dargestellt wurden. Schlussendlich bleibt zu bezweifeln, dass die Schüler jegliche Gesetzmäßigkeiten der Quantenmechanik nachvollziehen konnten, jedoch zitierte Auer auch den US-amerikanischen theoretischen Physiker Richard Phillips Feynman mit den Worten: „Wer glaubt, die Quantentheorie verstanden zu haben, hat sie nicht verstanden.“

 

Janick Krause & Jan Gorath, Schüler der Q1 (18.02.2021)


"Ein ganz 'normales' junges Mädchen mit Gefühlen" - Anne-Frank-Verfilmung im Mettmanner Kino

Als unsere Klasse, die 7c, am ersten Februar den Anne-Frank-Film im Kino anschaute, wussten wir schon viel über den 2. Weltkrieg und das Schicksal der Juden, da wir im letzten Schuljahr in Deutsch die Lektüre „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ gelesen und die Verfilmung gesehen haben. Auch dieses Jahr wurden wir von dem Kooperationspartner unserer Schule, dem Mettmanner Lichtspielhaus (externer Link), eingeladen uns eine Anne-Frank- Verfilmung anzusehen. In dieser Verfilmung geht es mehr um die Gefühle der 14jährigen Anne Frank als um den 2. Weltkrieg und das Schicksal der Juden. Die Verfilmung können wir aber sehr empfehlen, geht es doch um Anne, die mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten aus Frankfurt nach Amsterdam flieht und dort über 2 Jahre sehr beengt in einem Hinterhaus mit einer anderen Familie (über)lebte. 

Die andere Familie bestand aus den Eltern und ihrem Sohn, in den sich Anne etwas verguckte. Anne und ihre Schwester hatten nicht genug Raum um ihrer Pubertät freien Lauf zu lassen, was zu vielen Auseinandersetzungen mit ihrer Mutter führte. Für uns war es spannend, dass Anne Frank auch als ganz „normales“ junges Mädchen mit Gefühlen gezeigt wurde. 

Anne lebte dort mit ihrer Familie auf engstem Raum, da später noch ein jüdischer Zahnarzt dazukam. Nachdem sie von den Nationalsozialisten aufgespürt worden waren, wurden sie alle in Konzentrationslager deportiert. Anne und ihre Schwester landeten im Konzentrationslager Bergen-Belsen, wo auch Frau Dr. Koch, die seit 10 Jahren an unserer Schule darüber berichtet, als Kind war. Yvonne Koch überlebte, da sie von einem britischen Soldaten in letzter Minute gerettet wurde, Anne und Margot Frank aber starben in Bergen-Belsen. Nur ihr Vater überlebte und veröffentlichte ihr weltweit berühmtes Tagebuch.  

Lina Devigne, Schülerin der Klasse 7c (09.02.2022) 


Schüler des KHGs bei der Mathematikolympiade erfolgreich

Dieses Jahr haben 11 Schüler des KHGs aus den Klassenstufen 6, 7 und 8 an der Regionalrunde der Matheolympiade teilgenommen. Die Matheolympiade startet zunächst mit einer Schulrunde, bei der man vier anspruchsvolle Aufgaben zu Hause lösen muss und dann nach vier Wochen abgibt. Damit kann man sich für die Regionalrunde qualifizieren, die als Klausur stattfindet. Am 11.11.21 fuhren wir für die Regionalrunde an das Immanuel-Kant-Gymnasium in Heiligenhaus. Wir bekamen dort drei verschiedene Aufgaben aus verschiedenen Themenbereichen wie Geometrie, Zahlentheorie oder Kombinatorik, die natürlich auf unsere Jahrgangsstufen angepasst waren. Mit Schreibpapier, Bleistift und – ab Klasse 7 – Taschenrechner bewaffnet, machten wir uns an die Arbeit. Ich hatte für die Aufgaben, als Achtklässlerin, drei Stunden Zeit. Man braucht also Grips, Ideen, aber auch viel Geduld.

Dieses Jahr haben Julius Reiter (8a), und ich, Denise Kaiser (8c), mit der gleichen Punktzahl einen sehr guten zweiten Preis errungen. Ich habe mich total darüber gefreut. Die Aufgaben waren dieses Jahr schwerer, daher hatten die zweiten Preise auch eine Chance, zum Landeswettbewerb weitergeleitet zu werden. Die Teilnahme wurde durch Lose bestimmt. Julius Reiter (8a) wurde weitergeleitet und darf am Landeswettbewerb in Bielefeld am 26.02.22 teilnehmen.

Aber auch darüber hinaus war das KHG erfolgreich, denn alle 11 Teilnehmer erhielten eine Urkunde.

Denise Kaiser, Schülerin der 8c (02.02.2022)


ModEco präsentiert eine kleine Modekollektion und sucht Teilnehmerinnen und Teilnehmer für das neue Projekt mit dem IKZ

Nähen, zeichnen, tanzen, nähen, zeichnen, ... - das ist der Alltag von CHANG13°. CHANG13°, eigentlich Chang-Zun Gavriel-Pierre-Chanel Chung, ist 1972 in Südkorea geboren und mit 8 Jahren nach Deutschland, Wolfsburg gekommen und dort aufgewachsen. Er lebt und arbeitet seit 1998 in Köln. Der 49-Jährige ist ein Modedesigner, Stylist, Artdirektor, Performance Künstler, Zeichner, Model, Tänzer und auch als Lehrer und Uni Dozent für Mode- und Kunstprojekte tätig.

 

Im Alter von 15 Jahren fing CHANG13° an eigene T-Shirts zu bemalen, Hüte zu nähen und sie dann zu verkaufen. “Meine Eltern haben mir nie Taschengeld gegeben und als ich dann zum ersten Mal mit der Schule eine Berufsberatung in der Arbeitsagentur hatte, empfahl mir der Computer als Künstler meine Zukunft aufzubauen“, erzählt CHANG13°. Währenddessen verdiente er in einer angesehenen Boutique fleißig Geld und entschied sich statt Kunst fürs Modedesign. Seine Eltern haben trotz seiner vieler Bewerbungen, einfach die erste Zusage angenommen und so studierte CHANG13°an der Fachhochschule für Modedesign in Trier. “Modedesign ist zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden", sagt er heute.

 

CHANG13° beteiligt sich an unterschiedlichen Projekten, unter anderem auch am Projekt „Hip-Hop trifft ModEco“. Das ist ein Kulturprojekt, das vom IKZ e. V. (Integration-Kulturzentrum im Kreis Mettmann e.V.) organisiert wird und an zwei Standorten stattfindet: Hip-Hop-Gruppe in Erkrath und ModEco-Gruppe in Mettmann. Das Projekt in Mettmann wird von Frau Lilia Schröder (IKZ) und Frau Joanna Zoń (Kunstlehrerin am KHG) betreut. Der Name des Projekts setzt sich aus den Wörtern „Mode“ und „Ecology“ zusammen. Junge Menschen verschiedener Altersstufen des KHGs erarbeiten gemeinsam eine eigene Kollektion. Sie erleben eine kleine Reise durch CHANG13°s Studium und seine Erfahrungen in der Modebranche: Entwürfe und Schnitte zu machen, ihre Umsetzungen, auch Hintergründe von Modenschauen, Organisation und selbstverständlich Budgetieren von Ressourcen.

 

An den Online-Treffen nahmen im vergangenen Schuljahr acht SchülerInnen am ersten Teil des Projektes teil. Seit Herbst finden die Treffen endlich auch in Präsenz statt. “ModEco steht für Upcycling und die TeilnehmerInnen bekommen ein paar Challenges, z.B. haben sie die gleichen Kleidungstücke bekommen und sollen daraus etwas komplett Neues designen,” erzählt CHANG13°.

 

“Es macht unheimlich viel Spaß, wenn man wie die anderen, ein Ziel hat, was man verfolgen möchte und man es dann zusammentut. Ich liebe das Mode designen und wenn man mit einem echten Modedesigner zusammenarbeiten darf, ist das eine große Ehre.”, heißt es von einem “Lehrling”.

 

Die Projektgruppe präsentiert ihre Ergebnisse ab Mittwoch, den 26.01.2022 eine Woche lang in der Pausenhalle des KHGs. Das Anschlussprojekt startet am 07.02. und findet dienstags ab 14.30 Uhr statt. Wer an der Teilnahme am Projekt ModEco interessiert ist, kann sich an Frau Zoń wenden. Das Projekt wird von Kultur macht stark, BMBF und JEP gefördert.

Daphne Wedel, Schülerin der 8C (27.01.2022)


Endrunde der Bezirksmeisterschaft im Basketball

Am 19.1 zog die Jungen-Basketballmannschaft (WK III)  unserer Schule mit ihrem Coach, Herrn Fedler, zur Endrunde der Bezirksmeisterschaften und besuchte hierfür die gastgebende International-School in Düsseldorf.

Aufgrund der Potenzialanalyse konnte ein großer Teil der Mannschaft nicht teilnehmen. Dadurch mussten viele Spieler durch Ersatzspieler gewechselt werden. Bei dem ersten Spiel musste unser Team eine knappe Niederlage mit 20:28 gegen das Sophie-Scholl Gymnasium aus Düsseldorf einstecken. Nach einer kleinen Pause ging es zum zweiten Spiel gegen die gastgebende International-School Düsseldorf. Unser Team verlor leider auch dieses Spiel  mit 18:26. Bei der anschließenden Siegerehrung belegten wir den dritten Platz.

 

Trotz der Niederlage war es ein schönes und aufregendes Erlebnis!

 

Leonard Köhler, Schüler der 8b (23.01.2022)