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Konrad-Heresbach-Gymnasium Mettmann



Hausaufgabenheft2022/23

Die neuen Hausaufgabenhefte für das kommende Schuljahr 2022/23 sind bestellbar. Weitere Informationen und das Bestellformular findet ihr hier.


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Aktuelles



Abschluss der Projekttage ‘Toleranz und Vielfalt leben- für einen respektvollen Umgang mit Mensch und Natur‘

 

Nach einer erlebnisreichen Woche endeten am vergangenen Freitag die Projekttage mit einem Präsentationsnachmittag, welchen Herr Knoblich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Schulhof mit einer kurzen Ansprache eröffnete. Kaum hatte er seine letzten Worte gesprochen, erklangen auch schon die ersten Rhythmen der Projektegruppe Rhythm your Life. Auf selbstgebauten Cajons trommelten die Schüler-innen rasante Rhythmen und wurden dabei für die Zuschauer-innen bildlich eins mit ihren Instrumenten. So saßen sie nicht nur auf ihren hölzernen Instrumenten, die eine Ähnlichkeit mit kleinen Lautsprecherboxen besitzen, sondern bespielten diese auch mit Händen und auch Füßen. 

Ein intensiver Rhythmus konnte von allen Zuschauerinnen und Zuschauern auf dem Schulhof miterlebt werden! Somit fing der Nachmittag äußerst musikalisch an. 

 

Im Anschluss an diesen tollen Auftakt ertönte aus den Lautsprechern die Stimme der kolumbianische Sängerin Shakira mit ihrer Forderung „This time for Africa“. Die Schüler-innen des Tanz-Projektes, in Kooperation mit der Tanzschule Krauss, präsentierten unter dem schattigen Schutz des Ahornbaumes ausgelassen Tänze aus aller Welt und schwenkten dabei Ballons in unterschiedlichen Farben.  

Um sie herum standen wir, Eltern, Lehrer-innen und Schüler-innen, begeistert und beeindruckt zugleich von den ausdrucksvollen Tänzen.

 

Nach dieser musikalischen Eröffnung des Präsentationsnachmittags hatten die Besucher-innen die Möglichkeit, sich im Schulgebäude und auf dem Schulgelände einen Eindruck von den vielfältigen Projekten zu machen. Einen ersten Überblick über die insgesamt 32 Projekte erhielt man als Besucher im Eingangsbereich am Info-Point. Hier konnte man eventuelle Fragen stellen, Frau Lauer informierte Eltern gemeinsam mit einigen Schüler-innen der Klasse 5 a, die als KHG-Scouts Eltern in die verschiedenen Räume begleiteten.  

 

Den Eingangsbereich hatte Frau Zon zuvor mit Kunstwerken der diesjährigen Abiturienten Ashraf Haj Jomaa, Linnéa Suendorf und Maja Wirringer geschmückt. So herrschte an diesem herrlichen Nachmittag in unserem Eingangsbereich durch die ausdrucksstarken Portraits auf Staffeleien präsentiert eine nahezu wohnliche Atmosphäre. Daran schlossen viele verschiedene Projektgruppen mit ihren liebevoll gestalteten Stellwänden und Räumen an: 

 

Der Handlettering- Kurs präsentierte zum Beispiel seine kunstvoll gestalteten Jutebeutel, die Koch- AG bot nachhaltig gebackene Brote und Muffins zum Probieren an, das Design-Projekt stellte selbstgenähte Kleidungsstücke aus und das Projekt Kurzfilme zeigte selbst produzierte Filme zu den Themen Toleranz und Vielfalt. Beim Japan- Projekt konnte man Origami falten, Beat the Game lud zu einer Schnitzeljagd durchs Gebäude. Dies ist lediglich ein kleiner Auszug der vielen Projekte, die einem interessierten Publikum an diesem schönen Junitag dargeboten werden konnte.

 

An diesem Tag spürte man, wie bereichernd es sein kann, Schüler-innen Gelegenheit zu geben, Vielfalt zu leben und sich mit Themen zu befassen, die sie ganz persönlich interessieren. Die von den Lehrer-innen gesetzten Akzente und Rahmen füllten die Schüler-innen ganz individuell, wuchsen an vielen Stellen über sich hinaus und begeisterten mit ihren Ergebnissen. 

 

Am Ende des Nachmittages tauschten sich noch viele Besucher-innen auf dem Schulhof bei einer Grillwurst oder Kaffee und Kuchen aus. Wie schön, dass die Schulgemeinschaft zu diesem Ereignis wieder zusammenkommen konnte.

 

Die Herausforderung wird für uns alle nun darin bestehen, den Kerngedanken der Projekttage "Toleranz und Vielfalt leben- Mensch und Natur respektvoll begegnen" im zukünftigen Schulalltag aktiv fortzuführen und auch auf andere Lebensbereiche zu übertragen.

Halime Filiz (24.06.2022)


Engagiert am KHG

Unter der Leitung von Joanna Zon, einem ehrenamtlichen Team aus Eltern und einer ehemaligen Schülerin wurde im April ein Antrag zum Förderprogramm „2000 x 1.000 Euro für das Engagement im Ehrenamt NRW“ im Rahmen der Ukrainehilfe beim Kreis Mettmann gestellt. Neben der vielen ehrenamtlichen Unterstützung von Eltern in der Sprachförderung „Deutsch als Zweitsprache“ ist dies eine weitere Möglichkeit unsere ukrainischen Mitschüler*innen und deren Eltern am KHG willkommen zu heißen.

 

Durch die bewilligten Fördermittel von 1.000 Euro ist das Projekt von Joanna Zon und einem ehrenamtlichen Team aus Eltern, ehemaligen Schüler*innen, dem Förderverein und Lehrer*innen Anfang Juni gestartet. Immer donnerstags findet das Elterncafé mit dem parallel stattfindenden Basketball-/Fußballtraining für unsere ukrainischen Schüler*innen, der Schülerpaten und ukrainischen Eltern statt. Es wurden Sportmaterialien wie Bälle und Fitnessmatten von dem Fördergeld angeschafft.

 

Das Elterncafé soll den Eltern eine Möglichkeit zum Austausch mit anderen Eltern geben, Kontakte zu knüpfen, kreativ zu werden und/oder währenddessen eine Entspannungs-bzw. Klangtherapie mit der Ergotherapeutin Barbara Döll zu genießen. Die Schüler*innen werden von Marielena Scheffler mit Unterstützung aus dem Lehrerkollegium und der me-sport Basketball-Damen-Mannschaft auf dem unteren Schulhof trainiert. Alle Beteiligten werden durch zahlreiche Spenden aus der Elternschaft mit Obst, Kuchen, Keksen, Kaffee und Getränken verpflegt. Das Projekt wird nach den Sommerferien vorerst bis zu den Herbstferien donnerstags nachmittags im Kunstraum und auf dem unteren Schulhof von 16.30 bis 18.00 Uhr stattfinden. Der Höhepunkt des Projekts wird ein gemeinsames Sportfest „Vielfalt fördern, Gemeinschaft leben“ mit allen Schüler*innen des KHG im September sein. Dies wird u. a. auch von dem Fördergeld mitfinanziert.

 

Joanna Zon (24.06.2022)


„Ein Mensch vor dem Gericht der Tiere“ - Theateraufführung der 5. Klassen

„Mensch, Sie sind angeklagt!“, so beginnt Luisa aus der Klasse 5b an einem Donnerstagmittag in der Aula des KHG. Sie trägt eine Tintenfischmaske und spielt den schwerhörigen Gerichtsschreiber in dem Theaterstück „Ein Mensch vor dem Gericht der Tiere“. Sie fährt fort: „Sie sind angeklagt, eine unermesslich große Zahl von unschuldigen Tieren umgebracht, gequält, geschlachtet, gejagt und überfahren zu haben.“ Neben ihr sitzen Schülerinnen und Schüler mit Tiermasken als Geschworene in einem Halbkreis: Franz als Richter mit Löwenmaske (in den Inszenierungen der 5a von Sena, Marie und Moritz gespielt), Ariane Luise (bei 5a: Katharina und Esma) mit der Maske eines Fuchses als anklagende Staatsanwältin und eine Katzenmaske schmückt das Gesicht von Malin (bei 5a: Sophie B. und Luisa) und markiert sie als Verteidigerin des Menschen. Gebannt gucken der Klasse 5b die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a zu – letztere schon ein wenig entspannter, denn sie hatten ihre zwei Inszenierungen des Theaterstückes zuvor vor der 5b vorgespielt. Auch die Klasse 7c ist anwesend; sie war spontan zu der Aufführung dazugestoßen, da sie selbst das Stück in der 5. Klasse inszeniert und vorgespielt hatte.

 

Im Laufe des Stücks treten die Tiere nach vorne und belasten oder verteidigen den Menschen: Der Igel (Kuban; bei 5a: Simon und Mathyn) klagt über seine von einem „Eisenteufel“ überfahrene Frau. Ava (bei 5a: Sophie Z. und Omar) als Hund verweist auf seine gute Behandlung durch den Menschen. Der Stier (Melissa) kann gerade noch zurückgehalten werden, den Menschen nicht als Rache für die Stierkämpfe auf die Hörner zu nehmen. und ein zugeschalteter Blaubock (Mara) berichtet aus dem Tierhimmel von seiner Ausrottung durch die südafrikanischen Siedler im 18. Jahrhundert – auf Englisch, denn die Inszenierung des Theaterstücks „Ein Mensch vor dem Gericht der Tiere“ erfolgte als Projekt in den Fächern Deutsch, Biologie, Kunst und Englisch. 

Über mehrere Wochen haben sich die Schülerinnen und Schüler aller drei fünften Klassen in Biologie über Tiere informiert, in Kunst an den Masken und Requisiten fleißig gewerkelt und in Englisch zusätzliche Texte geschrieben. Was überhaupt ein Theaterstück ist, erfuhren sie im Fach Deutsch. Und dort war dann auch ihre eigene Kreativität gefragt, als sie weitere Szenen hinzufügten und abänderten. So kam es auch, dass die drei vorgestellten Inszenierungen zwar das gleiche Grundgerüst hatten, aber jede Menge Überraschungen und Variationen bieten konnten. 

 

Vor allem das Ende, die moralische Frage nach der Schuld des Menschen als Herz des Dramas, ist in der Textvorlage offengelassen und wurde in den Inszenierungen von den Schülerinnen und Schülern unterschiedlich beantwortet. Die beiden Theatergruppen der Klasse 5a präsentierten den Menschen geläutert und reuegeplagt. Er sah dort seine Schuld ein und akzeptierte das Urteil, das darin bestand, dass er seine Taten wiedergutmachen muss. Bei der 5b sah das anders aus: Der Mensch, der sich bis zum Ende uneinsichtig zeigte, müsse für einen Tag in der Haut der Tiere stecken und erleben, was sie erleben. Nur so – so die mit Pathos vorgetragene Urteilsverkündung des Löwen – würde er begreifen, welche schwere Schuld er tagtäglich auf sich lädt.

 

Julian Renno (22.06.2022)


„Brücken bauen für ein friedliches Europa“ – eine deutsch-polnische Begegnung in Berlin (13.06. - 16.06.)

Im Rahmen der Projektwoche trafen sich 18 SchülerInnen des KHGs und 20 SchülerInnen der polnischen Partnerschule Unia-Lyzeum aus Lublin  in Berlin. Pandemie bedingt war es seit 2018 die erste persönliche Begegnung der Austauschschulen.

Das Treffen in Berlin intensivierte die bereits durch mehrere Online-Projekte geknüpften Kontakte.

 

Die Highlights der vier erlebnisreichen gemeinsamen Tage waren der Besuch des Reichstages auf die Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Kerstin Griese, der Besuch des Panoramas „Die Mauer“ des Künstlers Yadegar Asisi und der Besuch der Ausstellung BERLIN GLOBAL im neuerbauten Humboldt Forum.

Den europäischen Gedanken über die Grenzen hinweg erlebte die Gruppe in der Doppelstadt Frankfurt an der Oder/Slubice. Die ursprünglich zusammengehörenden Stadtteile, nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Grenzverschiebung getrennt, versuchen sich nach langem Nebeneinander in vorsichtigem Miteinander.

Die Partnerschulen hoffen, im Jahr 2023 wieder den regulären Austausch fortsetzen zu können.

 

Die Gruppe dankt sehr herzlich dem KHG-Förderverein und dem Deutsch-Polnischen-Jugendwerk für die finanzielle Unterstützung der Begegnung. Ich als Leiterin der Fahrt danke vor allem den polnischen Lehrerinnen, Frau Katarzyna Sloboda und Leonie Eckert, für ihre Unterstützung, Engagement und Humor und den Schülerinnen Amelie Lämmerhirt und Chiara Siemens für ihre Kompetenz, uns sicher und auf dem schnellsten Wege durch den Dschungel der öffentlichen Verkehrsmittel zu navigieren.

 

Joanna Zon (21.06.2022)


Stadtleben gestern und heute: Eine Ausstellung des DaZ-Kurses

Schülerinnen und Schüler, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, lernen am KHG Deutsch im Fach Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Im DaZ-Unterricht hat die Einstiegsgruppe der Niveaustufe A1 ein Projekt zum Unterrichtsthema "Wie wir wohnen: Leben in der Stadt" gestaltet. Schülerin Sindi Kolaj berichtet über die Ausstellung der Arbeitsgergebnisse in der KHG-Pausenhalle:

 

Wer macht die Ausstellung?

Die Ausstellung machen Schülerinnen und Schüler des DaZ-Kurses A1.

 

Was ist unser Anliegen?

Unser Anliegen ist: Informieren über Stadtleben in Rom 128 n. Chr. Wir vergleichen das mit dem Leben in Mettmann heute. Dazu gibt es Plakate.

 

Wann ist die Ausstellung?

Die Ausstellung ist man 22.5.2022 eröffnet und wird am 22.6.2022 schließen. 

 

Wo ist die Ausstellung?

Die Ausstellung ist in der Pausenhalle des KHGs.

 

Warum machen wir die Ausstellung?

Wir machen die Ausstellung, weil wir möchten euch darüber informieren und vergleichen, das Leben in Mettmann heute und damals in Rom.

 

Worüber handelt die Ausstellung?

Die Ausstellung handelt über Wohnen, Kultur, Freizeit, Religion, Nahrungsversorgung im antiken Rom.

 

Wie informieren wir?

Wir informieren in der Präsentation mit Plakatstellwänden.

 

Sindi Kolaj, DaZ-Schülerin (21.06.2022)


Entdeckungstour zu den Highlights der europäischen Hauptstadt zwischen Art Deco und Zentrum der europäischen Politik

Im Rahmen der diesjährigen Projektwoche haben wir einen eintägigen Ausflug nach Brüssel unternommen, indem wir vor allem die Geschichte Europas selber miterleben durften.

 

Zuerst fuhren wir von Köln mit dem ICE nach Brüssel. Nach der Ankunft haben wir einen kurzen Fußmarsch zum Grand Place oder Grote Markt gemacht. Dieser im Zentrum gelegene Platz ist bekannt für seine reiche Geschichte, gilt als einer der schönsten Plätze der Welt und gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Von dieser hervorragenden Kulisse aus waren in Kleingruppen unterwegs und haben viele Sehenswürdigkeiten besucht, wie das Rathaus, ein Meisterwerk gotischer Architektur, das Manneken Pis, eine kleine Bronzefigur sowie ein weiteres architektonische Kunstwerk des Hochmittelalters im gotischen Stil: die Kathedrale Saints Michel et Gudule. Auch kulinarisch war Brüssel ein tolles Erlebnis, es gab belgische Pommes (vlaamse Frites) und belgische Waffeln.

 

Nach den 2 ½ Stunden haben wir uns wieder am Grand-Place versammelt, von dort aus sind wir gemeinsam zum Parlamentarium gegangen. Nach den Sicherheitskontrollen konnten wir endlich in das Museum des Europaparlaments gehen. Dort erhielten wir Audioguides mit denen wir durch das Museum gehen konnten. Dort haben wir vieles über das heutige Europa gelernt, unter anderem haben wir erfahren, wie das Europaparlament aufgebaut ist.

 

Daraufhin haben wir ein Picknick in einem Park gemacht. Nach dem Päuschen konnten wir das Haus der Europäischen Geschichte besichtigen. Vor Ort haben wir viel über die historische Geschichte Europas von der Antike bis zum Ukraine Konflikt gelernt. Nach dem Museum haben wir uns auf den Rückweg zum Brüsseler Hauptbahnhof gemacht vorbei an zahlreichen Jugendstil Gebäuden, die zwischen 1870 und 1910 mit viel buntem Glas, Stahl, Gusseisen und Schmiedewerk in Brüssel gebaut worden sind.

 

Als wir um 18:30 mit dem ICE zurück nach Köln fuhren, hatten wir den Eindruck nicht nur einen Tag in Brüssel sondern mehrere dort verbracht zu haben. Verschiedene Aspekte unserer spannenden Reise werden wir jetzt in Kleingruppen in den nächsten Tagen in der Schule vertiefen und am Freitag präsentieren. 

Finn Bleckmann & Jonas Stader (18.06.2022)


Geschichte einmal anders: Q1-Geschichte-GK im Zentrum für Verfolgte Künste in Solingen

Da wir uns gerade im Geschichtsgrundkurs von Frau Dr. Möllney mit den Stärken und Schwächen der Weimarer Republik auseinandergesetzt haben, passte die aktuelle Ausstellung im „Zentrum für verfolgte Künste“ / 1929/1955 Die erste documenta und das Vergessen einer Künstler:innengeneration  sehr gut zu unserem Unterrichtsthema.


Anhand von Zitaten, Bildern, Schaubildern, QR Codes und den Biographien der einzelnen Künstler:innen setzten wir uns mit der Frage auseinander, warum eine ganze Künstler:innengeneration, die in der Weimarer Republik auch international überaus erfolgreich war, nach 1945 in Vergessenheit geriet und bei der ersten documenta  nach dem 2. Weltkrieg , die als europäisches Großereignis geplant war, kaum eine Rolle spielte.

Spannend und berührend im „Zentrum für verfolgte Künste“ war neben dieser Ausstellung, die auch auf die aktuelle documenta in Kassel vorbereitet, eine weitere sehr aktuelle Ausstellung Deadlines des ukrainischen Fotojournalisten Maks Levin 1981-2022, der den Krieg in der Ukraine seit acht Jahren dokumentiert.

Marie Ehrhard, Q1 (10.06.2022)


Prof. Stefan Kooths, Vizepräsident des IfW Kiel und Direktor des Forschungszentrums Konjunktur und Wachstum für die Q1 am KHG

Als ehemaliger Schüler des KHG (Abitur vor 34 Jahren) ließ es sich Stefan Kooths vom renommierten Kieler Institut für Weltwirtschaft nicht nehmen, seiner ehemaligen Schule einen Besuch abzustatten und für die gesamte Q1 zum Thema "Keine goldene Dekade: Konjunktur- und Wachstumsperspektiven für die 2020er Jahre" zu sprechen.

 

Sehr anschaulich und adressatenorientiert präsentierte Professor Kooths der Oberstufe am 30. Mai 2022 in der Aula ein interessantes und spannendes Portfolio, das auch aktuelle Themen wie Neomerkantilismus und Dekarbonisierung in den Fokus nahm.

 

Breiten Raum nahmen auch die zahlreichen Fragen der Jugendlichen ein, die dezidiert beantwortet wurden. Das hohe Niveau der Fragen der Schülerschaft habe ihn nicht wirklich überrascht - so der Vizepräsident des IfW - sei es doch ganz in der Tradition des KHG, wie er es vor fast vier Dekaden kennengelernt habe. 

Dr. Ulrike Möllney (06.06.2022)


MEGA-Inspiration – die Ausstellung des Q1-Kunstkurses im Kunsthaus

„Unsere Ausstellung war ein voller Erfolg,“ resümiert der Q1-Kurs zusammen mit Frau Zoń angesichts der fast 200 Besucher an dem Ausstellungswochenende, zahlreicher Lobesworte im Gästebuch und sechs verkaufter Kunstwerke.

 

Ausgestellt wurden dabei Werke der 25 SchülerInnen aus dem vergangenen Kunstjahr zu den Themen „Radierung“, „Kunstzitat“ oder „Anknüpfung an die Biografie Max Ernst“. Nach ausgiebiger Vorbereitung der Ausstellung sowie nach Absprachen mit dem Kunsthaus in Mettmann war der Kurs für die Eröffnung am 20.05.22 bereit. Zu der Vernissage kamen zu unserer großen Freude unser Schulleiter Herr Knoblich mit seiner Frau und auch die Mettmanner Bürgermeisterin Frau Pietschmann.

 

Wir danken allen Besuchern, Mitarbeitern des Kunsthauses und Frau Zoń für die gesammelten Erfahrungen!

Julia Herbers, Q1 (02.06.2022)


Unser neuer Oberstufenraum in E13 ist fertig!

Es war einmal ein etwas in die Jahre gekommener Oberstufenarbeitsraum:  Ein altes, zerschlissenes, blaues Ledersofa, angeschlagene Ikea-Regale, Standard-Schulstühle, Standard-Schultische und ein Kickerspiel klopften sich gegenseitig auf die einsamen Schultern, denn nur selten verirrte sich ein lerneifriger und dem Selbststudium zugeneigter Mensch in dieses angestaubte Refugium der Einsamkeit.

 

Ab März 2021 fanden sich unter der Gesamtleitung von Frau Dörre emsige Vor-, Mit- und NachdenkerInnen zusammen, die sich gemeinsam dieses Raumes annehmen und E13 neues Leben einhauchen mochten:

 

Viele engagierte Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und Hausmeister machten sich sorgsame Gedanken um die Um- und Neugestaltung. Nach der Entrümplung des Raumes, der gründlichen Renovierung und vollständigen Neumöblierung ist der Oberstufenarbeitsraum E13 seit wenigen Tagen eingeweiht.

 

Raum E13 ist nun der ganze Stolz unserer Oberstufe!

Nun endlich können sich unsere älteren Schülerinnen und Schüler ab der Stufe EF wohlfühlen im Raum E13, sie können dort lernen, entspannen, miteinander plaudern.  

 

Wir KHGler sagen herzlich DANKE… 

1. …unseren beiden immer hilfreichen guten Hausmeistergeistern Herrn Peters und Herrn Bajrami, 

2. …unseren IT-Spezialisten Herrn Ehrhard und Herrn Bollig,

3. …unseren stilsicheren, jederzeit ansprechbaren und mit anpackenden Frau Ebert und Frau Hannaford, 

4. …unserer beratungs- und entrümplungsfreudigen Bücherei-E2lerin Frau Reh,

5. …unserer Schülervertretung und dem Bücherei E2 -Schülerteam, 

6. …dem Förderverein, der ein üppiges Sümmchen Geld zur Verfügung gestellt hat,

7. …der Stadt Mettmann, die durch eine große Geldsumme die Neugestaltung möglich gemacht hat,

8. …aber vor allen anderen gebührt der lieben Oberstufenkoordinatorin Frau Dörre unser herzlicher Dank! Ohne ihr kontinuierliches Engagement sähe der Raum E13 vermutlich noch immer so aus, wie er uns auf den Bildern ganz oben entgegenblickt.

Barbara Reh (01.06.2022)


Das Känguru der Mathematik

Das Baumeisterspiel für jeden Teilnehmer und 14 tolle Preise für die Gewinner des Jahres 2022

 

Am 17. März war es wieder soweit und rund 200 Schülerinnen und Schüler unserer Schule haben den mathematischen Multiple-Choice-Wettbewerb begeistert gemeistert.

 

Wir sind sehr stolz auf alle unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich diesen oft witzigen, aber auch kniffligen Aufgaben stellen. Nun haben alle als kleinen Mitmachpreis das „Baumeisterspiel“ erhalten und können damit weitere spannende Knobelaufgaben lösen.

 

Ganz besonders gratulieren wir den 14 Preisträgern der ersten, zweiten und dritten Preise für ihre herausragenden Leistungen. 

 

Einen von 7 dritten Preisen erzielten: Mara (5b), Moritz (5b), Daniel (5c), Clara (5c), Derin (5c), Levi (6c), und Moritz (7a).

 

Die vier zweiten Preise gingen an Henrik (5a), Jonas (5b), Fynn (6c) und Clemens (9b).

 

Das T-Shirt für weitesten Känguru-Sprung erhielt ebenfalls Fynn aus der Klasse 6c.

 

Drei sensationelle erste Preise erhielten Frederik (5c), Holly (5c) und Julius (8a)!

 

Herzlichen Glückwunsch!

Gabi Datko und Marina Dörre (23.05.2022)


Erneute Teilnahme des KHGs an der Juniorwahl - wieder ein voller Erfolg

Angesichts der Landtagswahl am Sonntag, den 15. Mai, nahm unsere Schule zum zweiten Mal mit vielen anderen weiterführenden Schulen in NRW am Projekt der „Juniorwahl“ teil. Ziel des von der Regierung unterstützten Projekts ist es, durch eine Eins-zu-Eins-Simulation der echten Wahl den Schülerinnen und Schülern ein politisches Bewusstsein für die Demokratie zu vermitteln. Am KHG konnte deswegen jeder ab der 8. Klasse in der Woche vom 9. Mai bis 13. Mai zu bestimmten Zeiten wählen gehen.

 

Das erforderte natürlich eine Menge Aufwand - nicht nur das Erklären des Ablaufs der Wahl und das Vorstellen der antretenden KandidatInnen und Parteien in den Politik- bzw. Sozialwissenschaftskursen, sondern auch das genaue Planen der Durchführung mit den jeweiligen Gruppen sowie das Auszählen aller abgegeben Stimmen gehörten zu den Vorbereitungen. Ohne die SV, freiwillige WahlhelferInnen sowie Herr Renno und Herr Engel wäre dies nicht möglich gewesen. Ein großes Dankeschön dafür!

 

Zwar mussten dabei die Grundsätze einer allgemeinen, unmittelbaren, freien, gleichen und geheimen Wahl (wie es im GG steht) beachtet werden, jedoch wurde die von uns als Wahlhelferteam erhoffte hohe Wahlbeteiligung der Schülerinnen und Schüler als Vorbild für die Erwachsenen mit 86,25% erreicht.

 

Die Ergebnisse zur Landtagswahl sind jederzeit unter (https://www.juniorwahl.de/nrw-2022.html)  einzusehen.

 

Julia Herbers, Wahlvorstandsvorsitzende (Q1)


Eigentlich wollte ich nicht schneller als 42min. laufen

Nach zwei Jahren Pause fand am 1. Mai 2022 wieder der traditionelle Mettmanner Bachlauf statt und auch das KHG war zahlreich vertreten. Besondere Leistung zeigte Emie Berger, EF, die mit einer herausragenden Zeit von 38:51 min über die bergige 10km Strecke den gesamt dritten Platz belegte und erste Frau wurde. Nur Andreas Sprott und ehemaliger Europameister Jan Fitschen schafften es vor ihr die Ziellinie.

 

Doch der Bachlauf ist weitaus nicht Emies einziger Erfolg. Im letzten Sommer gewann sie bei den deutschen Jugend Leichtathletikmeisterschaften U16 über die 3000 Meter Gold. Auch Emily Heyden, EF, nahm im Jahr 2021 an den deutschen Meistershaften teil und gewann Bronze auf 800m. Wie Emie es schafft, solche beeindruckenden Zeiten zu laufen, erfahren wir in diesem Interview. 

 

Jana: Erstmal herzlichen Glückwunsch zu dieser besonderen Leistung und einer wahnsinnig schnellen Zeit. Was war Dein Ziel für den diesjährigen Bachlauf und bist Du zufrieden mit Deinem Ergebnis?

Emie: Ich habe mich sehr gefreut, dass der Bachlauf nach zwei Jahren wieder stattfinden kann. Es ist für mich ein Heimatlauf, da ich schon von klein an jedes Jahr an dem Volkslauf teilgenommen habe. Meine Ansprüche an den Lauf waren nicht wirklich hoch, da ich am Tag davor (am Samstag den 30.04.2022) an den NRW- Langstreckenmeisterschaften teilgenommen habe und dort Bestzeit gelaufen bin. Deshalb habe ich mir nur vorgenommen Spaß zu haben, zumal es auch mein erstes Rennen über 10km war.

 

Jana: Wow, dann hast Du ja ein erfolgreiches Wettkampfwochenende hinter dir! Am Vortag bist du mit 10:01 min über 3000m nicht nur neue persönliche Bestzeit gelaufen, sondern warst damit auch mehr als eine Minute schneller als die Zweitplatzierte.  Woher nimmst du die Energie, am Folgetag noch so einen beeindruckenden Lauf hinzulegen?

Emie: Eigentlich wollte ich den Lauf locker angehen und nicht schneller als 42min laufen. Dass es dann fast 4min schneller wurde, hatte ich nicht geplant. Die Energie ziehe ich daraus, dass ich einfach das mache, was mir Spaß macht. Und das ist das Laufen. Zudem war es eine Ehre mit Andreas Sprott und Jan Fitschen, zwei sehr erfolgreiche Sportler, zu laufen. Außerdem war die Stimmung vor Ort und auf der Strecke so beeindruckend, dass man einfach schnell laufen wollte. 

 

Jana: Dann hast Du Dir aber definitiv eine Pause verdient. Oder wann steht der nächste Wettkampf an?

Emie: Am Mittwoch, den 4. Mai steht in Hilden eine Bahnlaufserie an. Ich werde über die 1500m starten, da ein Pacemaker, also ein schneller Läufer, mit dem ich versuchen werde mitzuhalten, angekündigt ist und ich die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaft über diese Distanz laufen möchte. Am 7.05.22 werde ich mit Paula Bürkle und Emily Heyden (EF) in Aachen die 3x 800m Staffel laufen. Dort werden wir auch probieren die DM Qualifikationszeit zu erreichen. Das Besondere an einer Staffel ist, dass man gemeinsam laufen kann und gemeinsam gewinnt oder verliert. Da ist man auf sich allein gestellt, sondern macht es in einem Team. 

 

Jana: Du läufst also verschiedene Rennen. Hast du eine Lieblingsdistanz? 

Emie: Mir machen alle Distanzen Spaß. Vor allem aber die Mittel und Langstrecken, da der Lauf dann nicht so schnell vorbei ist. Ich mag es sehr gerne zu taktieren, somit sind die Distanzen ab 800m meine Präferenzen. 

 

Jana: Woher nimmst Du Deine Motivation? Macht Dir das Training immer Spaß oder musst du dich überwinden? 

Emie: Natürlich macht mir das Training nicht immer Spaß, vor allem wenn Einheiten ansteht, die echt anstrengend ist und ans Limit geht, aber was muss das muss :). Ich erinnere mich dann gerne, was ich alles noch sportlich erreichen möchte und an das Gefühl, es geschafft zu haben. Außerdem leistet mir Emily sowie die gesamte Trainingsgruppe Gesellschaft. 

 

Jana: Was sind deine Ziele für diese Saison oder auch langfristig?

Emie: Langfristig möchte ich weiterhin Teil des Kaders des LVN (Leichtathletik-Verband Nordrhein) sowie des Kaders des DLV (Deutscher Leichtathletik-Verband) bleiben und meine Zeiten verbessern. Für diese Saison sind das Ziel entweder die Jugend-Europameisterschaften in Jerusalem oder EYOF (European Youth Olympics Festival) in Branka Bystrica, Slowakei. Und natürlich möchte ich wieder bei dem Deutschen Meisterschaft an den Start gehen. 

 

Jana: Was ist der Schlüssel zum Erfolg beim Laufen? Und hast du einen abschließenden Geheimtipp für alle, die im nächsten Jahr beim Bachlauf für das KHG an den Start gehen und abräumen wollen?

Emie: Glaubt an Euch, gebt alles und habt Spaß! Das Ergebnis ist dann nebensächlich. 

Danke für deine Zeit, nochmal herrlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg beim Bachlauf und alles Gute für alle kommenden Rennen!

Jana Reiter , EF (06.05.2022)


Viel Erfolg bei den Abiturprüfungen wünscht die Q1 der Q2!

Wir hoffen, dass unsere Verpflegung und Dekorierung euch hilft, mit besonders guten Noten eure Schullaufbahnen zu beenden. Nach 12 Jahre habt ihr es jetzt fast komplett geschafft und die gesamte Q1 drückt euch ganz fest die Daumen, dass ihr nicht nur die schriftlichen, sondern auch die mündlichen Prüfungen schafft. 

 

Viel Glück und Erfolg in den kommenden Tagen!

 

Maya Feuser, Schülerin der Q1 (28.04.22)


Projekt Kinder in Not- Kinder haben Rechte laut UN- Konventionen!

Ein krönender Abschluss mit dem Dokumentarfilm Malala - Ihr Recht auf Bildung

 

Das Licht wird gedimmt, die Leinwand zunächst noch schwarz, die Stimmen ersterben, nur noch Popcorngeraschel, das Wort „Malala“ zeichnet sich langsam auf der Projektionswand ab. So begann das Kinoerlebnis, das die 5. Klassen an einem Mittwochmorgen im Weltspiegel Kino in Mettmann erlebten. 

 

Anlass für einen Filmbesuch anstelle des normalen Unterrichts war das Projekt „Kinder in Not“. Über mehrere Wochen im Dezember beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Situation von Kindern in der Welt, erfuhren vieles über Armut, Bildung und Kinderarbeit und packten kurz vor Weihnachten Päckchen für die Aktion „Kinder für Kinder“. 

 

Auch Kinderrechte waren hierbei Thema:  Im Politikerunterricht erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die UN-Kinderrechte und lernten einer ihrer größten Verfechterinnen kennen: Malala Yousafzai, pakistanische Kinderrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin, die spätestens durch ihre Rede vor den Vereinten Nationen mit dem Satz: „Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift können die Welt verändern“ weltberühmt wurde. 

 

Viele Schülerinnen und Schüler wurden auch selbst aktiv, um die junge Friedensnobelpreisträgerin und ihre Bemühungen für einen gleichberechtigten Zugang zur Schulbildung für Mädchen auf der ganzen Welt zu unterstützen. So verkauften sie im März in den großen Pausen über einen Zeitraum von zwei Wochen selbstgebackenen Kuchen in der Schulcafeteria. Dabei wendeten unsere engagierten Verkäuferinnen und Verkäufer erfolgreich ihr Wissen aus dem Politikunterricht über Angebot und Nachfrage an. Als sie bemerkten, dass die Nachfrage nach ihrem Kuchen zu wünschen übrigließ, schlossen sie richtig, dass dies an dem höheren Preis im Vergleich zu den anderen angebotenen Backwaren in der Cafeteria lag, und senkten ihn prompt auf einen Euro, um wettbewerbsfähig zu sein. Ihr Unternehmergeist zahlte sich aus: So erwirtschafteten sie eine stolze Spendensumme von über 300 Euro. Auch nahmen viele Eltern das Angebot wahr, über den Eintrittspreis die gemeinsame Fundraising-Aktion durch eine Spende zu unterstützen. So kamen insgesamt über 364 Euro zusammen. 

 

Der Dokumentarfilm „Malala – Ihr Recht auf Bildung“, den die Schülerinnen und Schüler schließlich als krönenden Abschluss des Projektes schauten, erzählt von Malalas Leben, ihrem Kampf für Kinder- und Frauenrechte und dem nahezu tödlichen Anschlag, den die Taliban auf ihr Leben verübten. Mit viel Einfühlungsvermögen zeigt der Film ein Porträt von Malala, ihrer Situation und ihrem Versuch, einen Spagat zwischen weltbekannter Hoffnungsfigur und normaler Heranwachsender zu schaffen. Zudem vermittelt der Film die Hintergründe der Taliban und der Umstände im Swat-Tal im Norden Pakistans.

 

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt und betroffen: „Der Film war sehr interessant“, meinte Natali aus der 5b im Anschluss, „aber auch ein bisschen erschreckend.“ Greta fügte hinzu: „Man sieht, dass es uns eigentlich ziemlich gut geht.“ Auf die Frage, wie sie Malala sehen, antwortete Kuban: „Schon ein bisschen wie ein Vorbild, da sie sich für das einsetzt, was sie für richtig hält, auch wenn sie damit viel riskiert.“ Somit vermochte der Film das „Kinder in Not- Kinder haben Rechte!“-Projekt ebenso abzuschließen wie zu vertiefen.

Julian Renno (27.04.2022)


Unsere Fahrt nach Walberberg

Wir, die Klasse 7a, haben uns am 23. März 2022 im Rahmen unserer „Starke Persönlichkeit“-Fahrt in die Jugendakademie Walberberg in der Nähe von Brühl aufgemacht. Bereits die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit allen zusammen war für uns ein Erlebnis. Vor Ort aus der Straßenbahn ausgestiegen wartete noch ein ca. 30-minütiger Fußweg zur Jugendherberge hinauf auf uns. Welch‘ ein Glück, dass wir fast alle nur „Handgepäck“ dabeihatten, die Sonne schien und es frühlinghaft warm war!

 

An der Akademie angekommen nahmen uns unsere Teamer direkt freundlich in Empfang und zeigten uns die komplette Anlage einschließlich unserer Zimmer. Frühstück gab es täglich um 08:15 Uhr und anschließend begannen unsere Seminare, die sich jeweils dreistündig mit Unterbrechung über den ganzen Tag verteilten. In den Seminaren haben wir viele Kooperationsspiele gemacht. In einer „Komplimenten“-Runde sollten wir – im Stuhlkreis sitzend – unserem Nachbarn jeweils rechts von uns ein Kompliment machen. Da man dies ja nicht so gewohnt ist war es eine schöne Aufgabe für uns. Am dritten und letzten Tag haben wir Briefe an uns selbst verfasst, die wir am 25. März 2023 zurückerhalten und öffnen dürfen. Wir sind gespannt, wie wir in einem Jahr auf unsere Worte blicken werden!

 

Beim Essen war für jeden etwas dabei, da die Jugendherberge auf alle Unverträglichkeiten, auf Vegetarier und vieles mehr Rücksicht genommen hat. Die längeren Pausen haben wir gemeinsam mit unserer Klasse gestaltet. Sehr gut gefallen hat uns auch, dass wir am ersten Abend Stockbrot am Lagefeuer gemacht haben. Am zweiten Abend haben wir Fleischhaltiges und Vegetarisches gegrillt, erneut am Lagerfeuer zusammengesessen und in unserem Seminarraum Karaoke gesungen. Am 25. März 2022 war es dann nach einer Feedback-Runde an der Zeit, uns auf den Heimweg zu machen.

 

Wir hatten sehr viel Spaß und wünschen den Klassen 7b und 7c auch tolle Fahrten!

 

Flora Begisholli & Nejla Rogoj-Rappold, 7a (06.04.2022)


Die 9. Klassen machen Weimar unsicher...

Gemeinsam mit fünf Lehrerinnen und Lehrern begaben wir - die gesamte Jahrgangsstufe 9 - uns auf die wohl beliebteste und eindrucksvollste Klassenfahrt der Mittelstufe. 

 

Am Dienstagmorgen, dem 29. März 2022 brachen wir in zwei Bussen Richtung Weimar auf. Auf halber Strecke machten wir einen Zwischenstopp bei der Wartburg, auf der sich 1521/22 Martin Luther versteckte und besichtigten diese auch von innen. Neben den vielen historisch interessanten Räumen hatte man von dort oben eine fantastische Aussicht auf die Stadt Eisenach. Dann setzten wir die Reise fort und erreichten am späten Nachmittag unser Ziel, die Jugendherberge „Germania“ in Weimar. Da die Innenstadt fußläufig zu erreichen war, hatten wir nach dem Abendessen Zeit, auf eigene Faust auf Entdeckungsreise zu gehen und einen ersten Eindruck dieser bedeutenden Kulturstadt zu bekommen. 

 

Am nächsten Tag gingen wir trotz suboptimalen Wetterbedingungen in Kleingruppen durch die Stadt. Dort lernten wir viel über das klassische Weimar, seine reiche Kultur und Vergangenheit mittels vorbereiteter Kurzreferate und unterschiedlicher Rallyes. Außerdem besuchten wir das Goethe-Schiller-Archiv, die Wohnhäuser von Goethe und Schiller sowie den wunderschönen Rokokosaal in der Anna Amalia Bibliothek. Auf diese Weise erhielten wir einen informativen Überblick zu Weimars wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Und zur Vorbereitung auf den darauffolgenden Tag schauten wir uns am Abend den äußerst berührenden „Anne Frank“ Film im Kino an.  

 

Den 31.03.2022 verbrachten wir in der Gedenkstädte des Konzentrationslagers Buchenwald. An diesem Ort befassten wir uns mit der wohl dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte und erschütternden Einzelschicksalen, was den Besuch zu dem prägendsten und emotionalsten Erlebnis dieser Fahrt machte. Ein zentrales Element der Gedenkstädte war die Gedenktafel, die an die Opfer aus zahlreichen Ländern erinnert. Auch das Museum, das diese unsagbar schrecklichen Jahre von 1937-1945 mit vielen Fundstücken, Bildern und Geschichten dokumentiert, war sehr ergreifend und für uns alle eine sehr wichtige Erfahrung.

 

Nach dem bewegenden Aufenthalt in Buchenwald tat es uns allen gut, den letzten gemeinsamen Abend mit einer Runde Bowling in fröhlicher Stimmung ausklingen zu lassen.  Am letzten Tag fuhren wir dann also müde, nachdenklich, aber vor allem zufrieden nach Hause und kamen nachmittags wieder wohlbehalten in Mettmann an.  

 

Wir alle haben auf dieser Fahrt sehr viel gelernt und zusätzlich gemeinsam viel Spaß gehabt.  

 

Adèle, Franca, Noah, 9c (06.04.2022)


Leben und Leiden der Rosa Schillings

Am Donnerstag, den 31. März 2022, bekam das KHG Besuch von Gabriele Lübke, der Enkelin Rosa Schillings, welche am 2. Mai 1941 durch die Todesmaschinerie der Nationalsozialisten zu Tode kam.

 

„Ich bin ohne Sinnen gestorben“, so lautet der Titel des Buches, das Gabriele Lübke nach intensiver Recherche mit ihrem Vater 2021 veröffentlichte und mit welchem sich einige Schüler am KHG im Geschichtsunterricht auseinandergesetzt haben. 

 

Das Interesse der Schüler an der Lesung von Gabriele Lübke war groß. Nicht nur die Oberstufe, auch eine achte Klasse und der Kooperationsleistungskurs aus KHG und HHG waren anwesend und wohnten dieser eindrucksvollen Lesung bei.

 

Rosa Schillings geriet durch ein schweres Schicksal in die Maschinerie der Nationalsozialisten. Das Leben von Menschen mit Behinderung und psychisch Erkrankten wurde unter dem Begriff der „Rassenhygiene“ als nicht lebenswert betitelt und mittels Propaganda wurde eine „Kosten-Nutzenrechnung“ verbreitet, welche darlegen sollte, dass Heilung und Betreuung dieser Menschen zu teuer für den Staat seien. Die Ermordung dieser Menschen, unter dem Programnamen T4, wurde versucht zu verheimlichen und Angehörigen wurden andere Todesursachen vermittelt. 300.000 Menschen wurden Opfer der Euthanasie, 70.000 von ihnen erlitten den Gastod, darunter Rosa Schillings.

 

Gabriele Lübkes Großmutter Rosa erlitt ein traumatisches Schicksal, erst starb ihr Mann und dann ihre Tochter. Diese Ereignisse verursachten eine tiefe Traurigkeit und Depression bei der nun alleinerziehenden Mutter, die 1932 erstmals in eine Heilanstalt kam. Immer wieder kam sie in Krankenhäuser oder Pflegeinrichtungen, bis sie 1936 ihre vorletzte Station erreichte, die Pflegeanstalt Galkhausen. Ärzte diagnostizierten eine paranoide Schizophrenie bei ihr, trotz der Zwangsarbeit und mangelnden Ernährung vor Ort versuchte Rosa alles, um für ihren Sohn Gregor zu sorgen, welcher derweil in der Obhut ihres Bruders stand. Sie ließ sich nicht entmutigen und äußerte sich lautstark gegen die Regierung der Nationalsozialisten unter Führung Adolf Hitlers. Letztendlich entschied 1940 ein geführter Meldebogen über ihr Schicksal, welcher sie als arbeitsunfähig erklärte. Man brachte sie am 2. Mai 1941 mit vielen anderen Menschen in die Anstalt Hadamar, wo sie einen qualvollen Tod starb. Anschließend behauptete man in einem Schreiben, dass Rosa an Leukämie verstorben sei. Erst durch Recherche konnten Gabriele Lübke und ihr Vater das Schicksal von Rosa aufarbeiten. „Mein Vater hat nicht geschwiegen, aber viele wollten die Taten der Nationalsozialisten vergessen und so wurden viele Schicksale mit ins Grab genommen“, erzählte uns Gabriele Lübke. Die Geschichte ihrer Großmutter sei eine vieler Tragödien und zeige mehr denn je, dass sich die Geschichte niemals wiederholen darf.

 

Die Schüler stellten der Autorin noch einige Fragen zu ihrem Werk und der Geschichte ihrer Großmutter, insbesondere die Schüler, die das Werk mit Frau Dr. Möllney im Geschichtsunterricht gelesen haben, halten es für sehr wichtig, sich auch zukünftig mit dem Schicksal der Rosa Schillings auseinanderzusetzen.

 

Das Konrad-Heresbach Gymnasium dankt Gabriele Lübke für ihren Besuch und für die Arbeit, das verhängnisvolle Drama ihrer Großmutter festzuhalten und öffentlich für die Menschen zugänglich zu machen, um stets daran zu erinnern: Die Geschichte darf sich niemals wiederholen!

 

Nina Bohlken, Q2 (05.04.2022)  


Theateraufführung „BE-LONGING“

Aufgrund des Engagements der Schülervertretung im Rahmen der Auszeichnung der Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhielt die EF am Montag, dem 28.03.22, die Gelegenheit an einem interkulturellen Austausch – erzählt durch persönliche Erlebnisse und Tanz – teilzunehmen. Das Theaterstück „BE-LONGING“ wurde von den Schauspielenden Gifty Wiafe und Emmanuel Edoror aufgeführt und behandelte auf eindrucksvolle Weise gesellschaftliche Themen, wie medial geprägte Stereotypen, Kolonialismus oder interkulturelle Partnerschaft auf Augenhöhe.

 

Dabei lag der Fokus auf der Verallgemeinerung afrikanischer Kulturen und den Vorurteilen gegenüber diesen. Auf diese Weise wurden die Schüler*innen gegenüber dieser Form der Verallgemeinerung sensibilisiert und erhielten zugleich einen Einblick in Facetten des Alltagsrassismus. Die Schauspielenden überzeugten die Schüler*innen zudem mit beeindruckenden Choreografien, die die Lebensfreunde der dargestellten nigerianischen und ghanaischen Kultur widerspiegelten. Zusätzlich wurden die Schüler*innen von den humorvollen Einlagen des Stückes überzeugt, welche von atmosphärischer musikalischer Untermalung unterstützt wurden.

 

Nach Beendigung des Stückes erhielten die Schüler*innen zudem die Möglichkeit Fragen an die Schauspielenden zu stellen. Dabei wurden die Hintergründe des Theaterstückes genauso wie die persönlichen Erfahrungen mit dem dargestellten Thema aufgegriffen. Infolge dieser überzeugenden und ansprechend inszenierten Vorstellung ist davon auszugehen, dass sich die Wahrnehmung der Schüler*innen des afrikanischen Kontinents geweitet hat und ein breiteres Bewusstsein für die verschiedenen Kulturen geschaffen wurde. Auf diese Weise verkörpert die Schule ihre Grundwerte Respekt, Persönlichkeit und Erfolg sowie soziale Verantwortung nach außen.

 

Ann Christine van Laar und Janick Krause, Q1 & SV (03.04.2022)


Projekttag „Auf Sendung“: KHG-Achtklässler besuchen WDR-Medienwerkstatt

Wie entsteht eine Radiosendung? Wer ist vor und hinter der Kamera beschäftigt, um ein Fernsehmagazin zu produzieren? Im "Studio Zwei", der Medienwerkstatt des Westdeutschen Rundfunks in Köln, konnten dies die Achtklässler unserer Schule erleben und eine eigene Sendung produzieren, gruppenweise für das Fernsehen oder das Radio.

Die Fachschaft Deutsch freut sich, den Jugendlichen dieses besondere Medienprojekt im Rahmen des Unterrichts anbieten zu können. Die Mitarbeiter des WDRs ermöglichten es unseren Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Projektes, als Kamerafrau, Texter, Tontechnikerin, Wetterfrosch, Aufnahmeleitung, Moderator oder Reporter eigenständig und interessengeleitet ein eigenes Medienformat bis zur Aufnahmereife zu entwickeln und zu produzieren. 

 

Nach einer intensiven, dreieinhalbstündigen Arbeitsphase waren alle Töne und Bilder im Kasten. Nicht ohne Stolz und bester Stimmung genossen es die Schülerinnen, Schüler und ihre Deutschlehrer, den eigenen WDR-Sendungen zu lauschen bzw. sie anzuschauen.

 

Alexander Engel, Stefan Castelli & Christine Nagel (31.03.2022)


Bundesverdienstkreuz für OPAM-Vorsitzenden Werner Mays

Bild: Joachim Rieger
Bild: Joachim Rieger

Der Landrat Stephan Santelmann überreichte dem OPAM-Vorsitzenden Werner Mays das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer Feierstunde. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Herrn Mays das Bundesverdienstkreuz für sein weltweites Sozialengagement verliehen. 

 

Werner Mays ist bereits Jahrzehnte ehrenamtlich Vorstand von OPAM (externer Link), einem weltweit tätigen Hilfswerk zur Förderung der Alphabetisierung. Dabei handelt es sich um Projekte, die über einen längeren Zeitraum zuverlässige Hilfe benötigen. Herr Mays koordiniert u.a. die Projekte, hält Vorträge an unterschiedlichen Institutionen, organisiert Spendenaktionen und sorgt dafür, dass alle Mittel auch an Ort und Stelle ankommen und zweckmäßig verwendet werden. Dafür reist er auch auf eigene Kosten in Länder, in denen Hilfsprojekte von OPAM gefördert werden.

 

Seit 2013/2014 besteht zwischen dem KHG und Herrn Mays ein intensiver Kontakt und regelmäßiger Austausch. Die Kooperation mit OPAM ist ein fester Bestandteil unserer Schulkultur.

 

Als Startpunkt dieser Kooperation kann der bis heute denkwürdige und von Herrn Mays organisierte Besuch des buddhistischen Mönchs Ven. Metteyya Sakyaputta, Leiter des Girls College in Lumbini, Nepal, am KHG gesehen werden. Der Besuch des Colleges hilft jungen Mädchen durch Bildung zu mehr Unabhängigkeit.

 

Seither findet Herr Mays, ein ehemaliger Schüler des KHGs, trotz seiner vielfältigen und arbeitsintensiven Aufgaben als Vorsitzender von OPAM immer wieder Zeit, für Schülerinnen und Schüler am KHG in Vorträgen über seine Erfahrungen und Eindrücke von Land und Leuten in unterschiedlichen Regionen der Welt zu berichten. 

 

Jedes Jahr repräsentiert Herr Mays, auch mit Unterstützung seiner Familie, OPAM mit einem Stand am Adventsbasar. An diesem Stand berichtet Herr Mays u.a. über aktuelle Hilfsprojekte und die Besucher können Handarbeiten aus unterschiedlichen Regionen der Welt erwerben. Selbst an seinem Geburtstag ließ es sich Werner Mays nicht nehmen, OPAM mit einem Stand am Adventsbasar zu vertreten.

 

Im Rahmen der Kooperation konnte das KHG in den letzten Jahren erfolgreich Projekte von OPAM fördern. Beispielsweise wurde die Anschaffung von Fahrrädern und eines Schulbusses für die Mädchen und jungen Frauen des Girls College in Nepal vom KHG unterstützt. Diese Transportmöglichkeiten sicherten den Mädchen die Erlaubnis der Eltern, die Schule besuchen zu dürfen. Auch der Umbau der Küche des Colleges in eine Lehrküche und die Anschaffung eines Kühlschranks wurde durch das KHG gefördert. Ebenso konnte die Ausbildung zur Hebamme für eine junge Vollwaise aus Uganda durch Spenden ermöglicht werden. Zuletzt unterstützte das KHG die Schulausbildung von Covid-Waisenkindern in Guntur, eine der ärmsten Regionen Indiens. 

 

Das KHG gratuliert Herrn Mays ganz herzlich zu dieser hohen Auszeichnung. Wir freuen uns auf die nächste Begegnung mit ihm und darüber, was er Neues zu berichten hat. Wir wünschen Herrn Mays für seine unermüdliche und engagierte Arbeit weiterhin alles Gute!

 

Stefanie Werner, ELSA (29.03.2022)


Sieger der Herzen

Mit 18 Jungs der Jahrgänge 2008 und 2009 und einem dreiköpfigen Stab, bestehend aus Nils Schilling und Simon Natrop der Jgst. Q1 als Coaches und der verantwortungtragenden Lehrkraft ;-), ist das KHG vergangene Woche in Langenfeld „Am Schlangenberg“ in der Vorrunde zu den Fußball-Kreismeisterschaften angetreten. Mit in der Gruppe waren vier Schulen aus Hilden, Langenfeld, Haan und Hochdahl.

 

Nach einem souveränen Auftaktsieg gegen die Gesamtschule Haan (3:0) wurde der Charakter der Mannschaft nach einem frühen 0:1-Rückstand stark auf den Prüfstand gestellt. Mit einem Top-Trainerteam, einem disziplinierten Stellungsspiel, großer Laufbereitschaft und Stärke in den Zweikämpfen drehte das technisch überlege KHG-Team das Spiel und gewann schlussendlich mit 3:2 gegen die Wilhelmine-Fliedner-Schule aus Hilden.

 

Auch die zunächst stark wirkende Bettine-von-Arnim-Gesamtschule Langenfeld konnte ihren Heimvorteil gegen die starke KHG-Mannschaft nicht nutzen und musste unserem Team mit 0:2 den Platz räumen.

 

Der Endgegner hieß dann Gymnasium Hochdahl. Beide Mannschaften gingen mit drei Siegen ins „kleine Finale“ dieser Vorrunde. Nur eine Mannschaft qualifiziert sich für die weitere Runde in 1,5 Wochen. Ein Unentschieden hätte nicht gereicht, weil die Favoriten aus Hochdahl die Fliedner-Schule vorher mit einem 6:0-Sieg deklassiert hatten. Mit bereits 60 Fußballminuten und nicht den wohlwollendsten Schiedsrichterentscheidungen in den Beinen hieß es nun also nochmal: Volle Konzentration und Alles geben! Ein gehaltener Elfmeter unsererseits und ein technischer Wunderschuss aus 1m Entfernung auf das leere Tor über die Latte lassen den Endstand von 0:1 gegen ein sehr starkes Gymnasium Hochdahl alles in allem als fair aussehen. Und somit stieg das KHG-Team erhobenen Hauptes wieder in den Bus und sammelt seine Kräfte bis zum nächsten Jahr.

 

Björn Hildebrandt (28.03.2022)


Neues (aus) Wachstum

Der März beschert nicht nur den professionellen Landwirten viel Arbeit, auch in unserer landwirtschaftlichen Gartenschule nimmt der Frühling jetzt richtig Fahrt auf.

Pflanzkästen bauen, Obstbäume pflanzen, Mai-Rübchen vorziehen, heimische Singvögel kennenlernen, die Aussaat planen, den Schulacker vorbereiten – eigentlich reicht die Zeit im Fach Wachstum gar nicht aus für das, was aktuell alles gerade anstünde. Aber wir gehen einfach einen Schritt nach dem anderen …

 

Ausmessen, Sägen, Bohren, Schrauben sind aktuelle Schulaktivitäten der Achtklässler. Während sich der Boden über den (spärlichen) Frost des Winters etwas erholen konnte, haben wir mit dem Bau unserer Pflanzkastenaufsätze begonnen. Alte Fliesen-Transportkisten werden zu kleinen Hochbeet-Gewächshäusern, die von einzelnen Gruppen bewirtschaftet werden können.

 

Nebenbei wurden wir durch den Hobby-Ornithologen und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Grüne Kiste, Nikolas Pohl, in die Vielfalt der heimischen Vogelarten, deren Nist-, Brut- und Ernährungsvorlieben und Gesangskünste eingeweiht. Welche wichtigen Funktionen nehmen Vögel im landwirtschaftlichen Gefüge wahr? Was bedeutet der jahrzehntelange Rückgang von Hecken und Sträuchern als Feldsaum? Wie entwickeln sich die Vogel-Populationen in Deutschland aktuell? Warum bricht die Population z.B. der Feldlerchen rapide ein, wo der Maisanbau in Deutschland stark gestiegen ist und Feldlerchen Maisfelder bevorzugt als Nistplätze nutzen? Solche und ähnliche Fragen rund um das Thema beschäftigten uns, während wir im Außenbereich wetterbedingt leider nicht so viele Live-Beiträge hörten. Eine wertvolle Horizonterweiterung war dieser Exkurs aber allemal!

 

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Obstbaum pflanzen“, soll Martin Luther gesagt haben. Getreu dieses Mottos hatte Herr Castelli vier Apfelbäume alter, heimischer Sorten, wie z.B. Gravensteiner oder Winterrambur, besorgt, die wir an der Flanke unseres Schulackers vergangene Woche gesetzt haben. Essen werden die jetzigen Achtklässlerinnen und Achtklässler von diesen Bäumen nicht mehr, aber das gehört eben dazu. Heute etwas für die Generation von morgen tun! Und nebenbei: Endlich mal aus erhöhter Lage mit einem dicken Holzhammer in Richtung der Lehrer zielen, da kommt garantiert Freude auf!

 

Parallel dazu erhielten wir von unserem Agraringenieur und Geschäftsführer der Stiftung Grüne Kiste, Birk Meiser, Informationen über die tagesaktuellen Herausforderungen als selbstständiger Agrarunternehmer und konnten dann im Wettstreit „Mensch vs. Maschine“ unsere Muskelkraft für wertvolle Kulturmaßnahmen einsetzen. Leider hatten wir mit dem Spaten in der Hand keine Chance gegen die Pflugscharen der modernen Zugmaschine. Bei aller Sehnsucht nach Ursprünglichkeit, hier gedeiht doch auch immer wieder echte Wertschätzung gegenüber technischen Fortschritten und Maschinisierungsprozessen. 

 

Bei der Gelegenheit wurde die unserer Schule durch die Stiftung Grüne Kiste bereitgestellte Agrarfläche fast verdoppelt, sodass neben den leckeren Kartoffeln (neue Anbaufläche) im Herbst noch einige andere Feldfrüchte aus dem schuleigenen Anbau zur Verfügung stehen dürften.

 

Wir sind gespannt, was die Ernte bringen wird …

Björn Hildebrandt (17.03.2022)