Die Erprobungsstufe


Die Erprobungsstufe, gemeint sind damit die Klassenstufen 5 und 6, dient der Erprobung, Förderung und Beobachtung der Schülerinnen und Schüler, um in Zusammenarbeit mit den Eltern die Entscheidung über die Eignung der Schülerinnen und Schüler für die gewählte Schulform sicherer zu machen (13-21 § 10, Schulgesetz NRW). In den Erprobungsstufenkonferenzen wird regelmäßig über die individuelle Entwicklung der Kinder, über etwaige Schwierigkeiten, deren Ursachen und mögliche Wege zu ihrer Überwindung und über besondere Fördermöglichkeiten beraten. Auch die ehemaligen GrundschullehrerInnen der Kinder nehmen an solchen Konferenzen teil; dieser enge Kontakt erscheint uns für die Gewährleistung eines sanften Übergangs von Grundschule zur weiterführenden Schule und der kontinuierlichen pädagogischen Arbeit besonders wichtig. Die Klassenstufen 5 und 6 bilden eine pädagogische Einheit ohne Versetzung.


Persönliche Beratung

Enger Kontakt zu unseren (zukünftigen) Schülern und deren Eltern ist uns am KHG ein besonderes Anliegen!

 

Ich, Ulrike Möllney, möchte Sie herzlich einladen, mit uns und mir als Erprobungsstufenkoordinatorin persönlich das Gespräch zu suchen. Gerne können Sie einen ausführlichen Gesprächstermin mit mir vereinbaren, damit wir über IHR Kind und ggf. mit Ihrem Kind in Ruhe sprechen können:

Diese und viele weitere Fragen möchte ich gerne im persönlichen Gespräch an unserer Schule mit Ihnen erörtern. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

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In Klasse 5 heißt es „Leinen los!“. Die Kinder besteigen ein neues (Schul-)Schiff und erkunden neue gymnasiale Gewässer. Um die besten Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass diese Fahrt eine hoffentlich erfolgreiche und die Zeit eine möglichst glückliche sein wird, arbeiten wir am KHG mit folgenden Konzeptbausteinen, die quasi die „Segelmasten“ unseres „Erprobungsstufen-Bootes“ bilden:

"GEMEINSAM IN EINEM BOOT" - DAS KENNENLERNEN DER NEUEN SCHULE UND KLASSE

Ein guter Start an der neuen Schule kann nur gelingen, wenn sich die Fünftklässler an ihrer neuen Schule schnell einleben und in ihrer neuen Klasse wohlfühlen. Um dies zu unterstützen, wird dem gemeinsamen Kennenlernen große Bedeutung beigemessen. Dies beginnt am KHG nicht erst am ersten Schultag, sondern schon vor den Sommerferien, beim sogenannten „Kennenlerntag“. Hier lernen die zukünftigen Fünftklässler ihre Mitschüler, ihre Tutoren und ihre Klassenlehrer kennen. Am ersten Schultag an der neuen Schule findet dann eine gemeinsame Begrüßungsveranstaltung in der Aula statt, bevor die neuen Klassen 5 sich zu ihrem Klassenraum begeben, um einige organisatorische Dinge zu klären. Speziell in den ersten Wochen wird der Start an der neuen Schule durch verschiedene Aktivitäten wie beispielsweise Kennenlernspiele, Interaktionsspiele, Schulrallyes, Anfertigen von Steckbriefen, Führen von Partnerinterviews unterstützt.

 

Wohlfühlen hat aber nicht nur etwas mit einem guten Klassenklima zu tun, sondern auch mit Handlungssicherheit. Uns ist es wichtig, dass die Kinder über Kompetenzen verfügen, die ihnen eben jene Selbstsicherheit verleihen – und dies heißt zu Beginn von Klasse 5 erst einmal Förderung der Fähigkeit, sich und sein Schüler-Sein selbst zu organisieren. So beschäftigen wir uns beispielsweise mit Fragen, wie man sein Hausaufgabenheft richtig führt, wie ein Arbeitsplatz sinnvoll eingerichtet ist, wie man seine Schultasche richtig packt und was es bedeutet, seinen Schulalltag effizient zu planen. Die erfolgreiche Auseinandersetzung mit jenen Basis-Bausteinen einer guten Lernkultur wird mit dem Erwerb des ersten Methodenführerscheins (Link: Beispiel Methodenführerschein) dokumentiert. Mindmap: Bausteine des Methodenführerscheins

„Die Segel setzen – gewusst wie…!“ – Erprobung von Arbeitstechniken und Aufbau von Methodenwissen

Neben der Vermittlung fachspezifischer Inhalte verwenden wir in der Erprobungsstufe viel Zeit auf den Aufbau methodischer Kompetenzen, stellt doch die sichere Anwendung von Arbeitstechniken ein Schlüssel zum Lernen an sich dar.An dieser Stelle eine kurze Übersicht über einzelne Module:-    Konzentration und Entspannung (z.B. Merktechniken anwenden, Lerntypen erkennen, „Konzentrationskiller“ erkennen und beseitigen, viele Sinne aktivieren, Zeitmanagement optimieren, Entspannnungstechniken anwenden)


  • Gruppenarbeit (z.B. Gruppen bilden, Aufgaben verteilen, Diskussionen führen, Ergebnisse vorstellen, Feedback geben)
  • Strukturierung/ Visualisierung (z.B. Schlüsselbegriffe finden, Informationen hervorheben, markieren, unterstreichen, Cluster und Mind-Maps erstellen)
  • Lesetechnik (z.B. Skimming und Scanning, Lesetempo steigern, verschiedene Techniken erproben und anwenden, Begriffsklärung, mit dem Wörterbuch arbeiten)
  • Vortragen und Präsentieren (z.B. Lernergebnisse mündlich präsentieren, Präsentationen vorbereiten, Feedback-Rituale kennenlernen, Wahrnehmungen schulen)

Wichtig ist uns, dass diese Arbeitstechniken und -methoden sinnvoll in den Fachunterricht eingebunden werden. So erstellt der Klassenlehrer in Absprache mit den unterrichtenden Fachkollegen ein Methoden-Fächer-Tableau, in dem festgelegt wird, wann welcher Lehrer in welchem Fach welche Methode/ Arbeitstechnik einführt. Diese Absprachen werden entsprechend im Klassenbuch dokumentiert, so dass eine Übersicht über bereits eingeführte Methoden des „Lernen lernens“ sichergestellt ist.

„Land in Sicht!“ – Etablierung eines umfassenden Coaching-Systems

Ein Schwerpunkt der Arbeit in der Erprobungsstufe liegt in der Förderung sozialer Kompetenzen. Gemeinschaft wird bei uns großgeschrieben und um diese Klassengemeinschaft zu stärken, setzen wir auch auf die Unterstützung durch ältere KHG-Schüler, die die Fünftklässler in der Erprobungsstufenzeit als Tutoren begleiten. Diese Tutoren, in der Regel Schüler der Einführungsphase, stehen den neuen KHGlern von Anfang an als Ansprechpartner zur Seite: Über den ersten Kontakt am Kennenlernnachmittag vor den Sommerferien bis hin zur Begleitung auf Exkursionen und Wandertagen. Schüler, die als Tutoren tätig sein wollen, werden entsprechend geschult und ins classroom manangement aktiv mit einbezogen. So führen die drei bis vier Tutoren jeder 5. Klasse in Absprache mit dem Klassenlehrer regelmäßig sogenannte Klassenratsstunden durch, in denen aktuelle Probleme, Fragen etc. gemeinsam besprochen und gelöst werden. Die Tutoren fungieren zugleich als Fächerpaten und können in dieser Funktion die Schüler der Erprobungsstufe unterstützen.

 

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der KHG-Gemeinschaft ist der KHG-Club, der Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung täglich bis 16 Uhr garantiert. Auch hier wird insofern der Maxime der Individualisierung Rechnung getragen, als dass die Kinder verbindlich auch für einzelne Wochentage angemeldet werden können. Geleitet wird der KHG-Club von Herrn Scherer und unterstützt durch Schüler der Pädagogikkurse aus der Oberstufe.

 

Doch auch im Unterricht geht es immer wieder um Aspekte des sozialen Lernens, basierend auf der Vorstellung und dem Willen, eine gute, zunehmend selbstverantwortlich agierende Mannschaft für das Erprobungsstufen-Boot zu bilden. Dies geschieht beispielsweise über die gemeinsame Erarbeitung von Team-Regeln, das Führen von Verhaltenstagebüchern, die gemeinsame Festlegung von Sanktionen, die Einführung der Stopp-Regel etc.

Ansprechpartner für weitere Informationen: Frau Dr. Möllney, Frau Arend