Die Schule

Das Konrad-Heresbach-Gymnasium


Das KHG im Herzen von Mettmann ist groß und vielfältig. Derzeit werden ca. 850 Schüler und Schülerinnen von rund 80 Lehrerinnen und Lehrern sowie Referendarinnen und Referendaren unterrichtet.  

 

 

 

Das Gelände des KHGs bietet reichlich Platz für Kinder. Neben der großen Pausenhalle, in der es Sitzmöglichkeiten für Gruppen und kleinere Gesprächskreise gibt, findet man zwei weitreichende Schulhöfe mit abwechslungsreichen Beschäftigungsmöglichkeiten. 

An die Pausenhalle angeschlossen ist die "alte Cafeteria", die mittlerweile ein beliebter Treffpunkt für die Oberstufeschülerinnen und -schüler ist. Hier funktioniert nämlich das eigens eingerichtete Schüler-WLAN am besten. 

Auch in der Aula herrscht häufig reges Treiben. Ob Theaterproben, das Orchester, Elternabende, Preisverleihungen - hier ist immer etwas los.


Viele Fachbereiche an der Schule haben eigene Fachräume, z.B. die Naturwissenschaften, Kunst, Musik, Religion, usw. Das heißt, dass die Schülerinnen und Schüler für diesen Fachunterricht aus ihren eigenen Klassenräumen umziehen, um so immer alles an Material an einem Ort zu haben.

Darüber hinaus gibt es drei vollständig ausgestattete Computerräume, die man für die Arbeit im Unterricht buchen kann. 

Nicht ganz unwichtig sind natürlich die Sporthallen, die dem Schulbetrieb zur Verfügung stehen.


(Texte und Bildmaterial: Meier)

Schulgeschichte


Obwohl am Konrad-Heresbach-Gymnasium im Jahre 2004 der 100jährige Geburtstag mit einem großen Schulfest begangen worden ist, beginnt die eigentliche Schulgeschichte bereits deutlich früher und das Jahr 1904 markiert nichts anderes als die Anerkennung als öffentliche Anstalt durch die preußische Schulbehörde.

 

Tatsächlich gegründet wurde die Schule im Jahre 1857 als Privatschule der evangelischen Kirchengemeinde. Anfangs unterrichtete nur ein Lehrer die 20 Schüler, aber bereits in den Jahren bis 1869 wuchs die Schule auf vier Klassen an und wurde als öffentliche höhere Lehranstalt anerkannt. Aus finanziellen Gründen wurde sie jedoch 1885 in eine Privatschule zurückverwandelt, mit der Folge, dass sich die Schülerzahl halbierte.



Erst nach 1900 besserte sich die konjunkturelle Lage und Mettmann konnte sich unter dem Druck der durch die umgebenden Städte gebauten Real- und Oberschulen gegründeten Schulen nicht weiter widersetzen und übernahm die Schule. In den kommenden Jahren wuchs diese weiter und überstand auch die Wirren des ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik. Nach Jahren des Provisoriums zog die Schule im Jahre 1926 in das alte preußische Lehrerseminar (das heutige Rathaus). Parallel zur höheren Jungenschule existierte in Mettmann eine höhere Mädchenschule, die 1932 in das aus der Jungenschule neu geschaffene Gymnasium eingegliedert wurde. Im Jahre 1935 wurde erstmals ein Abiturzeugnis vergeben.

 

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde 1938 aus der höheren Schule wieder eine Oberschule für Jungen und die Mädchen wurden in den hauswirtschaftlichen Zweig verwiesen. 1943 musste die Oberschule Mettmann das große Gebäude in der Neanderstraße an die Kreisverwaltung abtreten und zog für fast zwei Jahrzehnte in das kleinere Gebäude, das vor 1923 als Wohnheim und Probeschule für das alte Lehrerseminar gedient hatte und später das Kreiswehrersatzamt aufnahm.

Nach dem Krieg wuchs die Schule kontinuierlich und das Schulgebäude wurde schnell zu klein. Seit Mitte der 50er Jahre wurde deshalb ein neues Schulgebäude geplant und als Baugelände für die neue Schule wurde der Bereich hinter dem Rathaus ausgesucht.In den Baracken brachte die französische Besatzungsmacht 1923 ihre Pferde unter. Später dienten sie der Stadt Mettmann als Obdachlosenunterkunft.

Der Neubau wurde 1962/63 fertiggestellt. Mit dem Umzug in das neue Gebäude erhielt das Gymnasium auch seinen heutigen Namen.

Aber auch das neue Gebäude wurde schnell zu klein, so dass bereits 1966/67 der Neubau auf dem Schulhof und die zweite Turnhalle notwendig geworden waren. Bereits zwei Jahre zuvor war das Gebäude um den sogenannten RAZ-Anbau am heutigen Lehrerparkplatz erweitert worden, um der Aufgabe, Realschüler aus dem Kreis Mettmann in besonderen Klasse auf das Abitur vorzubereiten, gerecht werden zu können.Die folgenden Jahre waren gekennzeichnet von den Konflikten der 68er, der Schulreform mit der reformierten Oberstufe und einer ständig steigenden Schülerzahl.

 

Ab 1980 sanken die Schülerzahlen dann wieder deutlich. 1988 entstand die bis heute bestehende Kooperation mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium. Im Rahmen der Umstellung des neunjährigen Gymnasiums auf den achtjährigen Bildungsgang veränderte sich Schule sehr deutlich. Während viele nordrhein-westfälische Gymnasien den gebundenen Ganztag einführten, blieb das Konrad-Heresbach-Gymnasium ein klassisches Halbtagsgymnasium mit partiellem Nachmittagsunterricht und optionaler Ganztagsbetreuung. Die Umstellung ist dem Konrad-Heresbach-Gymnasium gut gelungen, vor allem auch dadurch, dass sehr kurzfristig eine kleine Mensa eingerichtet wurde, sodass Schüler und Lehrer auf den anstehenden Nachmittagsunterricht gut vorbereitet waren. Im Jahr 2011 wurde dann der Neubau der Mensa fertig gestellt, was die Schule deutlich aufgewertet hat. 

 

Im Jahr 2012 begann die groß angelegte Schulhofsanierung, die 2014 ihren vorläufigen Abschluss fand. Ebenfalls im Jahr 2012 begann der Schulträger den langjährigen Sanierungsstau in allen Gebäudeteilen abzubauen.


(Aufbereitung und Erstellung Bildmaterial: Meier)